Gefängnisse könnten "Jihadismus-Beauftragte" bekommen

27. Februar 2015, 08:57
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Leiter der Justizanstalten tauschen sich über speziellen Umgang mit Jihadismus-Verdächtigen aus

Wien - Die Leiter der heimischen Justizanstalten haben sich am Donnerstag bei einem Treffen zur Betreuung von Jihadismus-Verdächtigen in Gefängnissen ausgetauscht. Dabei wurde gefordert, dass Standards für den Umgang mit diesen speziellen Insassen erarbeitet werden sollten. Diese und weitere Anregungen würden in den kommenden Wochen schrittweise angegangen, sagte Peter Prechtl, Leiter der Vollzugsdirektion.

Man überlege, in den Haftanstalten eigene Ansprechpartner für das Thema Jihadismus zu schaffen, erläuterte der Vollzugsdirektor. Diese sollten dafür speziell ausgebildet werden.

Bildung im Gefängnis

Gefangene mit islamistischem Hintergrund sollten möglichst in den normalen Strafvollzug integriert werden, hielt Prechtl fest. Ein großes Thema der Tagung sei auch Bildungsarbeit sowohl für Bedienstete als auch für die Insassen gewesen. Den Häftlingen könnte beispielsweise das österreichische Rechtssystem nähergebracht werden, während sie ihre Strafe absitzen.

Die Anstaltsleiter hätten sich gewünscht, dass es ein ständiges Gremium zur Frage des Umgangs mit islamistischen Insassen gibt, berichtete Prechtl weiter. Der regelmäßige Austausch werde nun fortgesetzt. Noch im Frühjahr soll das nächste Treffen zu dem Thema stattfinden. (APA, 27.2.2015)

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