"Monster aus dem Po" kommt mit dem Leben davon

Ansichtssache2. März 2015, 01:57
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foto: ap photo/dario ferrari

"Monster" aus dem Po gefischt

Der Italiener Dino Ferrari versucht hier nicht etwa, einen gestrandeten Wal zurück ins Meer zu wälzen - es handelt sich vielmehr mit Sicherheit um den Fang seines Lebens. Am 19. Februar zog Ferrari gemeinsam mit seinem Bruder Dario einen Europäischen Wels (Silurus glanis) mit einem Gewicht von 127 Kilogramm und einer Länge von 2,67 Metern in der Provinz Mantova aus dem Po. Der von italienischen Medien "Monster aus dem Po" getaufte Fisch zählt zu den größten verlässlich dokumentieren Exemplaren seiner Art. In jedem Fall dürfte es der größte Wels sein, der je mit einer herkömmlichen Angel gefischt wurde; 40 Minuten soll der Kampf gedauert haben, ehe der Riesenfisch aus Erschöpfung klein beigeben musste.

Das Abenteuer ging übrigens für alle Beteiligten gut aus: Die Ferrari-Brüder freuten sich über einen wahrscheinlichen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde und der Wels durfte sein Leben in den trüben Tiefen des Po fortsetzen. Die Fischer entließen nämlich ihr "Monster" nach Foto- und Videoshooting sowie Vermessung und Gewichtsbestimmung zurück in die Freiheit - und zwar wohl nicht ganz uneigennützig. Da Welse ihr Leben lang weiter wachsen, hoffen die beiden in einigen Jahren auf einen noch gigantischeren Fang.

Kuriosität am Rande: Da das Freilassen eines bereits geangelten Fisches gegen ein regionales Gesetz verstößt, droht den beiden Ferrari-Brüdern nun eine Geldstrafe von 50 Euro. Die glücklichen Fischer freilich lässt das ziemlich kalt: "Hätten wir den Fisch behalten und präparieren lassen, hätte uns das viel mehr Geld gekostet."

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