Mongolische Eroberer waren Umweltsünder - Schwedens Vogelwelt wird politisch korrekt

27. Februar 2015, 07:00
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Mongolische Eroberer waren Umweltsünder

Peking - Die mongolischen Eroberer des Mittelalters haben ohnehin nicht das beste öffentliche Image hinterlassen - aber Geologen setzen nun in der Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology" noch eins drauf: Laut ihren auf Bohrkernanalysen basierenden Erkenntnissen sorgten die Mongolen in China für erhebliche Umweltschäden. Die von Kublai Khan begründete Yuan-Dynastie hegte nämlich eine ausgesprochene Vorliebe für Silber. Die extensive Erzverhüttung verursachte in manchen Regionen eine höhere Belastung mit Schwermetallen als die heutige Industrie.

Abstract
Environmental Science & Technology: "The Environmental Legacy of Copper Metallurgy and Mongol Silver Smelting Recorded in Yunnan Lake Sediments"

Schwedens Vogelwelt wird politisch korrekt

Stockholm - Eine offizielle Bestandsaufnahme der schwedischen Vogelnamen hievte das normalerweise beschauliche Fachgebiet der Ornithologie ins öffentliche Interesse. Mit Folgen: Eine ganze Reihe traditioneller Vogelnamen weckte plötzlich rassistische Assoziationen.

Die ornithologische Gesellschaft des Landes hat darauf mit Umbenennungen reagiert: So heißt der - wörtlich übersetzt - "Zigeunervogel" fortan wie bei uns Hoatzin, und auch "Negerfinken" wird es keinen mehr geben. Der heißt auf Deutsch übrigens Schwärzling. (jdo, DER STANDARD, 27.2.2015)

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