Auch am 104. Frauentag bleiben viele Forderungen aufrecht

2. März 2015, 08:58
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Heinisch-Hosek lädt zum Open House ins Ministerium – Die Grünen planen zum Frauentag eine Medienaktion mit Schwerpunkt Steuern

Wien – Die Forderungen nach Chancengleichheit und Gleichberechtigung sind auch am 104. Frauentag aktuell. Da der 8. März dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, finden bereits im Vorfeld und auch danach zahlreiche Veranstaltungen statt. Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) lädt wieder zum "Open House" und zu einer Diskussion mit dem Fokus auf "Frauen und Medien".

Bei den Frauentagsaktionen der SPÖ-Frauen stehen heuer die Schwerpunkte ihres Dialogprozesses aus dem vergangenen Jahr im Mittelpunkt. Priorität haben dabei die Themen Arbeit und Einkommen. Am 4. März findet am Wiener Zentralfriedhof eine Kranzniederlegung im Gedenken an die Sozialdemokratinnen Barbara Prammer, Johanna Dohnal, Hertha Firnberg und Rosa Jochmann statt. Tags darauf wird an der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle die Frauentagsfahne gehisst. Kurz vor dem Frauentag, am 6. März, steht SPÖ-Frauenvorsitzende und Ministerin Heinisch-Hosek in einem Live-Chat Rede und Antwort. Noch vor dem 8. März präsentieren die SPÖ-Frauen außerdem ihre diesjährige Frühjahrskampagne.

20 Jahre danach

Heinisch-Hosek lädt am Freitag selbst zum "Open House" in ihr Ministerium. 20 Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking soll mit Fokus auf die Medien ein Blick zurückgeworfen werden. Diskutiert wird dabei mit Anne Wizorek, der Bloggerin und "#aufschrei"-Mitinitiatorin, und Medienwissenschafterin Ulrike Weish über die Darstellung und Beteiligung von Frauen damals und heute.

Eine Plattform für sämtliche Frauenanliegen präsentieren die ÖVP-Frauenzum diesjährigen Frauentag. Auf der Website www.frauenanliegen.at werden die Kernthemen wie Gesundheit oder Pension serviceorientiert aufbereitet, Frauen können sich mit ihren Anfragen melden oder Expertentipps einholen. Die Plattform stehe allen offen, erklärte Frauenchefin Dorothea Schittenhelm.

FPÖ-Frauensprecherin Carmen Schimanek lädt wieder zu einer Veranstaltung ins Palais Epstein. Dieses Mal geht es um das Thema "Frauen und Integration". Diskutiert werden dabei die Aspekte Sicherheit, Bildung und Gesundheit, so Schimanek. Unter den Teilnehmern wird auch Parteiobmann Heinz-Christian Strache erwartet.

Veranstaltung "Wenn Waffen sprechen"

Die Grünen planen zum Frauentag eine Medienaktion mit Schwerpunkt Steuern, denn sie fordern eine Entlastung vorwiegend für Frauen. Etwas nach dem 8. März wollen sie wieder einen umfassenden Grünen Frauenbericht präsentieren.

Aktiv sind auch die Neos, allerdings nicht mit einer Veranstaltung sondern im Netz. Auf www.neos.eu/frauentag ziehen sie Bilanz und präsentieren ihre Aktivitäten für Frauen. Unter anderem sollen sich auf dieser Website kommende Woche Videos von Angelika Mlinar oder Michael Bock mit Infos aus ihren Tätigkeitsbereichen finden.

Das Team Stronach organisiert am 6. März, am Freitag vor dem Frauentag, eine Pressekonferenz in Leoben mit Frauensprecherin Martina Schenk und Klubobfrau Waltraud Dietrich. Anschließend gibt es eine Blumenverteilaktion in der Stadt.

Kurz nach dem Frauentag, am 12. März, lädt Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) zu einem Symposium ins Parlament. Bei der Veranstaltung "Wenn Waffen sprechen" zeigen unter anderem die Frauen- und Gleichbehandlungssprecherinnen der Parlamentsparteien Solidarität mitFrauen in bewaffneten Gebieten.

Streik von Textilarbeiterinnen 1908

Eine Verteilaktion planen auch die ÖGB-Frauen am 6. März, diese steht unter dem Motto "Gewinn mit uns". Vor dem Donauzentrum in Wien wird am Vormittag auf die Forderungen der ÖGB-Frauen aufmerksam gemacht. Diese sind unter anderem ein kollektivvertraglicher Mindestlohn in Höhe von 1.500 Euro bei Vollzeitbeschäftigung sowie ein Papa-Monat mit finanzieller und arbeitsrechtlicher Absicherung. ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl und Bundesfrauensekretärin Isabella Guzi sowie weitere Gewerkschafterinnen wollen dabei den Frauen mit einer Rose "Danke" sagen für die geleistete Arbeit - sei sie bezahlt oder unbezahlt.

Der Internationale Frauentag für mehr Chancengleichheit wird dieses Jahr zum 104. Mal begangen. (APA/red, 2.3.2015)

  • Forderungen, die von Jahr zu Jahr nicht sehr variieren: Kommenden Sonntag ist der 104. Internationale Frauentag.
    foto: beate hausbichler

    Forderungen, die von Jahr zu Jahr nicht sehr variieren: Kommenden Sonntag ist der 104. Internationale Frauentag.

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