Parlamentsausschuss bringt "etwas Licht ins Dunkel"

26. Februar 2015, 17:18
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KPMG-Wirtschaftsprüfer jedoch nicht von Verschwiegenheitspflicht entbunden - Weiter keine Einsichtnahme in Aufsichtsratsprotokolle

Wien - Der parlamentarische Rechnungshof-Unterausschuss hat sich heute, Donnerstag, erneut mit der Finanzmisere im Burgtheater befasst. Vor allem die Aussagen der Bundestheater-Holding-Aufsichtsräte Manfred Matzka, Max Kothbauer und Gerhard Steger hätten "dazu beigetragen, etwas Licht ins Dunkel" der damaligen Vorgänge zu bringen, sagte der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, zur APA.

Wirkliche Aufklärung sei jedoch ohne Einsicht in die Aufsichtsratsprotokolle der fraglichen Zeit nicht zu erhalten, so Zinggl. Diese würden jedoch weiterhin vom Kulturministerium nicht freigegeben. In einer Kurzdebatte über die Beantwortung einer insgesamt 196 Punkte umfassenden Anfrage der Grünen erklärte Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) gestern Nachmittag im Nationalrat erneut, es gelte, auf datenschutzrechtliche Interessen Bedacht zu nehmen und darüber hinaus wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen zu vermeiden.

Dass Martin Wagner, Wirtschaftsprüfer und Senior Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, für die Sitzung des Unterausschusses nicht von der Verschwiegenheitspflicht entbunden worden war, begründete der Minister damit, dass sich dies negativ auf den Ausgang des anhängigen Prozesses auswirken könnte. (APA, 26.2.2015)

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