Grödig darf in der Bullen-Arena kicken

26. Februar 2015, 11:28
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Liga genehmigt Ausweichstadion für Heimspiel am 4. März

Wien/Grödig - Der auf Herbergssuche gegangene SV Grödig wird sein nächstes Heimspiel in der Fußball-Bundesliga in unmittelbarer Nachbarschaft spielen. Wie die Liga am Donnerstag bestätigte, darf Grödig die Heimpartie gegen den SC Wiener Neustadt am 4. März in der Red-Bull-Arena von Meister Salzburg austragen. Noch unklar ist hingegen, wo die beiden Nachtragsspiele der Grödiger stattfinden.

Die zu Frühjahresstart verschobenen Partien gegen Sturm Graz (Nachtragstermin 11. März) und den WAC (18. März) sollten auf Wunsch der Grödiger in Ried ausgetragen werden. Wie der Senat 5 (Lizenzausschuss) der Liga erklärte, konnte dies aufgrund unzureichender Unterlagen noch nicht genehmigt werden. Sollte Salzburg im am (heutigen) Donnerstag ausgetragenen Sechzehntelfinale der Europa League scheitern, wäre das aber hinfällig.

Verpasst Salzburg das Achtelfinale (Spieltermine 12. März/19. März), dürfte Grödig weiter in Wals-Siezenheim spielen. Ansonsten muss der Verein bis 2. März Unterlagen für einen Ried-Auftritt nachreichen.

Mitte März will der SV dann ohnedies den Umbau der eigenen Heimstätte abgeschlossen haben. Mit dem Bau der neuen Rasenheizung samt neuem Rasen wurde Montagvormittag begonnen. Geht es nach den Vorstellungen von Manager Christian Haas, soll das Spiel gegen den WAC bereits wieder in Grödig stattfinden.

Wie die Bundesliga betonte, erfüllt der Tabellensiebente mit dem Antreten in der Red-Bull-Arena nun alle Lizenzkriterien. Ein Teilaspekt, wonach ein Stadion von höchstens zwei Lizenznehmern genützt werden darf, sei insofern nicht entscheidungsrelevant, da sich diese Regelung auf die Phase der Lizenzantragsstellung bezieht und generell Terminkollisionen vermeiden soll. Im EM-Stadion von 2008 spielt aktuell neben Salzburg auch dessen Erste-Liga-Filiale FC Liefering.

"Das Lizenzierungssystem zielt insbesondere auf die Wettbewerbskontinuität und den ordnungsgemäßen Ablauf der Bewerbe ab. In diesem Sinne wird mit dieser Entscheidung die Sicherung eines sportlichen Wettbewerbes bestmöglich erfüllt", meinte Liga-Vorstand Reinhard Herovits in einer Aussendung.

Noch am Laufen ist indes das von der Liga eingeleitete Disziplinarverfahren gegen Grödig. Dieses handelten sich die Salzburger aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit eines bestimmungsgemäßen Stadions zum Frühjahresstart ein. Eine Entscheidung ist bis Ende nächster Woche zu erwarten. (APA, 26.2.2015)

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