Deutsche Telekom verspricht höhere Dividenden

26. Februar 2015, 08:25
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Dividende künftig an Wachstum des Free Cashflow gekoppelt

Die Deutsche Telekom will ihre Aktionäre in den nächsten Jahren mit höheren Dividenden bei der Stange halten. Die Zahlungen an die Anteilseigner sollten von 2015 bis 2018 im Schnitt jährlich um zehn Prozent wachsen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Dividendenprognose sei an das Wachstum des Free Cash Flow gekoppelt.

Gleichzeitig verspricht die Telekom bis 2018 eine Mindestgewinnbeteiligung der Aktionäre von 50 Cent je Aktie - genauso viel wie für 2014. Telekom-Chef Tim Höttges stellt damit gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt die Weichen für die nächste Zeit. "Wir haben den Konzern wieder auf Wachstumskurs gebracht und werden diesen Weg konsequent weiter gehen." Größter Anteilseigner des Telefonriesen ist mit gut 30 Prozent der deutsche Staat.

Free Cash Flow

Für dieses Jahr erwartet der Vorstand des 230.000 Mitarbeiter starken Konzerns einen Free Cash Flow von 4,3 Mrd. Euro nach 4,14 Mrd. Euro 2014. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) solle 2015 bei konstanten Wechselkursen 18,3 Mrd. Euro erreichen nach 17,6 Mrd. Euro im Vorjahr. Darüber hinaus soll die wichtige Kennzahl bis 2018 im Schnitt um zwei bis vier Prozent jährlich wachsen.

Turbulenzen

Das vorige Jahr war turbulent für die Telekom. Zwei Kaufinteressenten für die Mobilfunktochter T-Mobile US waren abgesprungen. Im Sommer gab der US-Rivale Sprint wegen des Störfeuers der Kartellwächter einen Übernahmeversuch auf. Im Herbst zog auch der französische Telefonmilliardär Xavier Niel sein Angebot zurück. Einen Erfolg feierte der 52-jährige Konzernchef Höttges hingegen in Großbritannien. Die Telekom und der französische Telekom-Riese Orange fädelten den Verkauf ihres britischen Mobilfunk-Jointventures EE ein. Käufer BT (ehemals British Telecom) zahlt für den Mobilfunk-Marktführer 12,5 Mrd. Pfund (17,06 Mrd. Euro). (APA, derStandard.at, 26.2.2015)

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