Starker Dollar schwächte Hewlett-Packard vor Aufspaltung

25. Februar 2015, 12:17
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Ergebnisprognose enttäuscht - Umsatz und Gewinn gaben im vergangenen Quartal nach

Der US-Technologieriese Hewlett-Packard (HP) kämpft vor der geplanten Aufspaltung weiter mit schwindenden Geschäften. Vor allem wegen schwächerer Service-Nachfrage von Unternehmenskunden und dem starken Dollar musste der weltweit zweitgrößte Computerhersteller im vergangenen Quartal Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen.

Fürs Gesamtjahr 2014/15 erwartet das Management unter Verweis auf die negativen Währungseffekte ein deutlich geringeres Ergebnis als Analysten. Dies sorgte bei Anlegern für Enttäuschung. Die HP-Titel sackten am Mittwoch an der Frankfurter Börse um knapp sieben Prozent ab.

Auch andere IT-Riesen klagten zuletzt über die teure Exportwährung

Im abgelaufenen Geschäftsquartal (per Ende Jänner) schrumpfte der Überschuss binnen Jahresfrist um rund 4 Prozent auf 1,37 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro). Der Umsatz fiel um knapp 5 Prozent auf 26,8 Mrd. Dollar. HP macht unter anderem der starke Dollar zu schaffen, zwei Drittel seiner Einnahmen erwirtschaftet der Computerpionier außerhalb seines Heimatmarkts. Auch andere IT-Riesen wie Microsoft und IBM klagten zuletzt über die teure Exportwährung.

Nachdem HP den Trend zu Tablet-PCs und internetbasiertem Computerdienste verpasst hatte, will Konzernchefin Meg Whitman ihr Haus nun in zwei separate Firmen aufspalten. Bis zum Herbst soll das Computer- und Drucker-Geschäft eigenständig unter "HP Inc." firmieren, getrennt von den zukunftsträchtigeren Bereichen mit Computerservern und Datenspeichern für Firmen sowie den Dienstleistungen. Dieser zweite Bereich nennt sich dann "Hewlett-Packard Enterprise".

Beide Geschäftsteile, die bisher jeweils etwa die Hälfte zu Umsatz und Gewinn beisteuern, sollen an der Börse notiert sein. Die Aufspaltung ist allerdings kostspielig, auf insgesamt rund 2,7 Mrd. Dollar veranschlagt HP die Aufwendungen. "Man muss den Oktober abwarten und sehen, ob die Aufspaltung wirklich den Wert für die Investoren bringt, den sich Vorstandschefin Meg Whitman erhofft", sagte Fondsmanager Daniel Morgan von Synovus Trust. (APA, 25.2. 2015)

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