Wutausbrüche steigern akutes Herzinfarktrisiko enorm

24. Februar 2015, 17:23
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Innerhalb der ersten zwei Stunden droht größte Gefahr - Studienautoren fordern neue Strategien zur Akuthilfe

Sydney - Das Risiko für einen Herzinfarkt ist innerhalb von zwei Stunden nach einem akuten Wutausbruch achteinhalb mal höher als sonst. Eine Studie, die aktuell im "European Heart Journal" von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) veröffentlicht wurde, dürfte Vermutungen bestätigen, wonach Wut Auslöser für Myokardinfarkte sein kann.

Zwischen 2006 und 2012 wurden am Royal North Shore Hospital in Sydney 313 Personen mit Myokardinfarkten für die Untersuchung erfasst, hieß es in einer Aussendung der ESC. Die Patiente mussten ihre Gefühlslage der vorangangenen 48 Stunden selbst einschätzen: Sollte Ärger oder Wut aufgetreten sein, sollten sie diese auf einer Skala von 1 (ruhig) bis 7 (wütend, außer Kontrolle, Gegenstände werfend, sich selbst oder andere verletzend) festlegen.

Auch Angst als Auslöser

Sieben Personen gaben an, innerhalb von zwei Stunden vor dem Auftreten von Infarktsymptomen zumindest Level 5 (große Wut, körperliche Anspannung, geballte Fäuste, kurz vor dem Explodieren) erreicht zu haben.

Aber auch starke Angst könne Myokardinfarkte auslösen, heißt es in der Studie. Die Studienautoren halten fest, dass es Bedarf für neue Strategien gebe, um Betroffenen in Akutsituationen helfen zu können. (APA, 24.2.2015)

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