UPC setzt Sparstift in Österreich und der Schweiz an

24. Februar 2015, 14:42
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250 Stellen sollen bis 2018 wegfallen - Hauptsächlich Schweiz betroffen - In Österreich werden vorerst nur 30 Mitarbeiter abgebaut

Der Kabelnetzbetreiber UPC setzt in Österreich und der Schweiz den Sparstift an: Nach der Zusammenlegung der beiden Ländergesellschaften werden in den nächsten drei Jahren bis zu 250 Stellen gestrichen. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter in der Schweiz. In Österreich müssen heuer 30 Mitarbeiter gehen, es könnten bis 2018 noch etwas mehr werden, sagte UPC-Betriebsrat Michael Kristek .

Jeder zehnte Arbeitsplatz wird gestrichen

In Summe fällt bei UPC jeder zehnte Arbeitsplatz weg. Das Tochterunternehmen des britischen Kabelnetzkonzerns Liberty Global hat österreichweit 900 Mitarbeiter, in der Schweiz sind es 1.600. Die gesamte Anzahl betroffener Stellen könnte sich noch verringern, wenn in dieser Zeit das Geschäft rascher als geplant wachsen sollte, erklärte UPC in einer Aussendung. Betroffen seien sämtliche Standorte und Bereiche des Unternehmens.

Wenn möglich, soll der Abbau über die natürliche Fluktuation, interne Wechsel, Frühpensionierungen und ähnliche Maßnahmen gesteuert werden. "Betriebsbedingte Kündigungen werden sich jedoch nicht in allen Fällen vermeiden lassen", teilte UPC mit. Die Zahl der Kündigungen lasse sich noch nicht beziffern, sagte der Schweizer Pressesprecher, Marc Maurer, zur sda. Laut Betriebsrat Kristek gibt es für die 30 betroffenen Mitarbeiter in Österreich einen freiwilligen Sozialplan, der sich an den Sozialplänen der vergangenen Jahre orientiert.

30 Stellen in Österreich werden gestrichen

In Schweiz hat UPC zuletzt 2009 Mitarbeiter abgebaut. Seither sei man kontinuierlich gewachsen und habe rund 300 Stellen geschaffen, so Maurer. Hierzulande gab es den letzten größeren Stellenabbau 2008 als 100 Stellen gestrichen wurden, 2011 verloren weitere rund 50 Mitarbeiter ihre Arbeit und nun eben 30.

Mit dem jetzigen Abbau will UPC unter anderem Doppelfunktionen vermeiden, die sich nach der Zusammenlegung der schweizerischen mit der österreichischen Ländergesellschaft ergeben hätten. UPC Austria und UPC Cablecom hatten Ende Juli 2014 die Gründung einer gemeinsamen Regionalorganisation innerhalb von Liberty Global angekündigt.

Ausbau der Kabelnetze

Die Höhe der Einsparungen wird nicht bekannt gegeben. Das Geld werde in den Ausbau der Kabelnetze in beiden Ländern investiert, so Maurer. Es stehe die Einführung der neuen Übertragungstechnik Docsis 3.1 in den nächsten Jahren bevor. Damit sind Surfgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) möglich. Zudem werde das Glasfasernetz ausgebaut. Gleichzeitig soll ein Teil der Einsparungen in die Entwicklung neuer Produkte investiert werden. Hiermit will man die Position von UPC gegenüber der Konkurrenz stärken.

UPC betont, dass der Stellenabbau nicht mit der massiven Aufwertung des Frankens zu habe, es gehe lediglich um Doppelgleisigkeiten, sagte der Wiener Pressesprecher Siegfried Grobmann. Auch Betriebsrat Kristek relativierte, es habe schon vor der Aufwertung informelle Gespräche über den Stellenabbau gegeben. Fakt sei aber, dass das Lohnniveau in der Schweiz generell höher sei. Geschadet hat der starke Franken den UPC-Mitarbeitern in Österreich jedenfalls nicht - zumindest trifft der Stellenabbau nun hauptsächlich die Schweizer Kollegen. (APA, 24.2. 2015)

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    foto: apa
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