Masern: USA diskutieren über Impfpflicht

24. Februar 2015, 11:08
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Ein Zehntel der Kinder nicht ausreichend geschützt

New York - Alles begann im "Disneyland": Jemand habe dort vermutlich aus Übersee im Dezember die Masern eingeschleppt, sagt die US-Gesundheitsbehörde CDC. Insgesamt 118 Fälle gab es bisher. Zwei weitere Masern-Ausbrüche verursachten mehr als 30 weitere Ansteckungen. Insgesamt sind 17 Bundesstaaten betroffen. Dies hat in den USA die Debatte über eine Impfpflicht aufflammen lassen.

Die meisten Schulen schreiben die Impfung bereits jetzt vor. Die meisten Bundesstaaten lassen allerdings Ausnahmen aus religiösen oder moralischen Gründen zu. Zehntausende Eltern haben nach Angaben des CDC davon Gebrauch gemacht und ihre Kinder nicht impfen lassen - meist entweder aus Argwohn gegen die Regierung, gegen die Pharmaindustrie oder aus religiösen oder moralischen Gründen. Insgesamt sind nach Schätzungen von Ärzten rund ein Zehntel der Kinder in den USA nicht ausreichend geschützt.

Regierung gegen Impfpflicht

In den Medien und sozialen Netzwerken wird das Thema Masernimpfung scharf diskutiert. Die US-Regierung ist bisher nicht für eine Impfpflicht, hat aber klar und deutlich mitgeteilt: "Eltern im ganzen Land haben die Verantwortung, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen. (APA, 24.2.2015)

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