Österreichische Auflagenkontrolle weist erstmals E-Paper aus

24. Februar 2015, 17:35
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Vorerst ohne digitale "Krone" - Dabei: DER STANDARD, "Presse", "Kleine", "Kurier", "Oberösterreichische Nachrichten", "TT", "VN" und Wirtschaftsblatt

Wien - Ein "ermutigendes Signal für den Printmarkt" sieht Ulrike Müller-Wernhart in den jüngsten Daten der Auflagenkontrolle: Die erstmals ausgewiesenen E-Paper halten die Auflagen der österreichischen Tageszeitungen ziemlich stabil. Die digitalen Ausgaben "zeigen Potenzial auf", sagt die Geschäftsführerin der Mediaagentur Mindshare bei der ÖAK-Präsentation am Dienstag.

Nicht alle Tageszeitungen weisen ihre E-Paper-Daten schon für das zweite Halbjahr 2014 aus: Aus technischen Gründen kämen Auflagenjumbo "Krone" und "Salzburger Nachrichten" erst im ersten Halbjahr 2015 dazu, hieß es bei der Präsentation der Daten. Die übrigen Kaufzeitungen von der STANDARD bis "Vorarlberger Nachrichten" kommen auf gemeinsam gut 22.337 verkaufte E-Paper-Ausgaben, die ihre Gesamtauflage gegenüber 2013 stabil halten (siehe Grafik).

Mehr STANDARD-Abos

Nicht so stabil hielten sich die gedruckten Auflagen: Tageszeitungsabos etwa gingen im Jahresvergleich fast durchwegs zurück. Die Ausnahmen: der STANDARD mit 51.119 nach 50.630 Abos, die "Kleine Zeitung" in Kärnten und die - wöchentliche - "Presse am Sonntag".

Im Detail

Dem STANDARD weist die ÖAK (alle Daten Montag bis Samstag) eine verbreitete Auflage von 85.183 Exemplaren (66.947 verkauft) aus. 51.119 Stück sind Abos, der Einzelverkauf liegt bei 3.423 Exemplaren, die E-Paper als Teil der verkauften Auflage erreichen derzeit 2.722 Stück laut Auflagenkontrolle.

In der neuen, digitalen Kategorie kommt "Die Presse" auf 4.365 E-Paper (bei insgesamt 83.190 verbreiteten und 72.088 verkauften Exemplaren); die "Kleine Zeitung auf 5.866 E-Paper (299.727 verbreitete, 282.445 verkaufte). Der "Kurier" weist 1.885 E-Paper aus bei insgesamt 157.199 verbreiteten Exemplaren und 144.733 verkauften. Die "OÖN" weisen 2.825 E-Paper aus (126.145 verbreitete, 106.181 verkaufte). Die "TT" 695 verkaufte E-Paper (93.984 verbreitete, 83.171 verkaufte); die "VN" 3512 E-Paper (65.066 verbreitete, 60.864 verkaufte) und das "Wirtschaftsblatt" 2.215 E-Paper bei 27.823 verbreiteten und 22.137 verkauften insgesamt.

Wo die Riesen liegen

In der Liga der großen Kubaturen gewohnt ganz vorne: Die "Krone" mit 814.854 verbreiteten und 777.691 verkauften Heften. Die kostenlose "Heute" verbreitet laut ÖAK 618.160 Stück (Montag bis Freitag). "Österreich", ebenfalls in der Rubrik Gratiszeitungen ausgewiesen, kommt laut ÖAK auf 506.678 verbreitete Exemplare - ebenfalls Montag bis Freitag, seit die Samstagszeitung als Beigabe von "Madonna" firmiert.

Neu an Bord

Klassisch auf Papier neu in der ÖAK mit dem 2. Halbjahr 2015 sind etwa: "'Ich" aus dem Red Bull Media House, die "Jumbo"-Postwurf-Ausgabe von "Österreich" und Uschi Fellners "wienlive look".

Den nicht regelmäßig erscheinenden "Österreich"-Postwurf (für Wien) weist die ÖAK unter Gratis-Wochenzeitungen mit 1,318 Millionen verbreiteten Exemplaren aus.

Die ÖAK weist dem neu gestarteten "Ich" 67.874 verbreitete Exemplare aus - es liegt dem STANDARD bei. "wienlive look" verbreitet 26.740 Stück.

Der nationale Wochenzeitungsring RMA weist 3,338 Millionen Exemplare aus. (red, derStandard.at, 24.2.2015)

  • Die Auflagenliste für das 2. Halbjahr 2014.

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