Warum wir größere Hirne haben als Schimpansen - Häufiges Saunieren tut finnischen Männern gut

23. Februar 2015, 18:22
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Warum wir größere Hirne haben als Schimpansen

Durham - Die Unterschiede zwischen dem Genom des Homo sapiens und jenem von Schimpansen sind erstaunlich gering. Wie kommt es, dass wir dennoch ein so viel leistungsfähigeres Gehirn haben als unsere nächsten lebenden Verwandten? US-Forscher haben nun einen DNA-Abschnitt entdeckt, der die entscheidende Differenz machen dürfte: Der Abschnitt namens Hare5 scheint als Genschalter zu wirken und die Entwicklung des Großhirns zu stimulieren, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Current Biology". Sie haben für ihre Studie die menschliche Version und die Schimpansenversion dieses sogenannten Enhancers in das Genom von Mäusen eingebracht und dann die Ergebnisse verglichen. Das eindeutige Resultat: Die Hirne von Mäusen mit humanem Hare5 wurden um zwölf Prozent größer.

foto: silver lab, duke university

Abstract
Current Biology: "Human-Chimpanzee Differences in a FZD8 Enhancer Alter Cell-Cycle Dynamics in the Developing Neocortex"

Häufiges Saunieren tut finnischen Männern gut

Kuopio - Es ist wohl kein Zufall, dass die Autoren und auch die Untersuchungsgruppe dieser Studie aus Finnland kommen: Jari Laukkanen und Kollegen haben auf Basis der Saunaaktivitäten und Gesundheitsdaten von 2315 finnischen Männern eruiert, wie sich häufiges Saunieren auf die Sterblichkeitsraten speziell durch Herzkrankheiten auswirkt. Der im Fachblatt Jama Internal Medicine veröffentlichte Zusammenhang ist eindeutig: Je mehr Zeit die Männer in der Sauna verbrachten, desto geringer war ihr Risiko, in jungen Jahren zu sterben.

Abstract
JAMA Internal Medicine: "Association Between Sauna Bathing and Fatal Cardiovascular and All-Cause Mortality Events"

(red, DER STANDARD, 24.2.2015)

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