U-Bahn-Sicherheitschef nach Homophobie-Skandal suspendiert

23. Februar 2015, 15:54
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Wachleute sollten Homosexuelle besonders kontrollieren

Madrid - Homosexuelle sowie auch Bettler und Musiker sollten besonders kontrolliert werden - diese Anweisung erhielten die Sicherheitsleute der Madrider U-Bahn.

Wegen heftiger Kritik zog das Staatsunternehmen nun personelle Konsequenzen: Nach einer internen Untersuchung "des bedauerlichen Schreibens, das von einem Mitarbeiter an einen Wachdienst geschickt wurde", seien disziplinarische Maßnahmen gegen zwei Mitarbeiter eingeleitet und der Sicherheitschef der U-Bahn vom Dienst suspendiert worden, teilte das Unternehmen Metro de Madrid am Montag mit.

Der Sicherheitschef "hätte das Versenden des Schreibens überwachen müssen", erklärte Metro de Madrid. Das Unternehmen teile "in keinster Weise den Inhalt und die Ausdrücke dieses Schreibens", das "nicht offiziell" sei. Den Angaben zufolge wollte sich der Unternehmenschef mit Vertretern von Homosexuellen- und Obdachlosen-Vereinen treffen, um ihnen zu versichern, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen werden. (APA, 23.2.2015)

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