Neuer Patientenratgeber zu Rückenschmerzen

14. März 2015, 17:00
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Ein kostenloser Ratgeber für Menschen in stehenden Berufen liegt in allen Apotheken auf

Zwei von drei Österreichern sind zumindest einmal in ihrem Leben von Rückenschmerzen betroffen. Neben älteren Menschen und Menschen mit vorwiegend sitzender Tätigkeit sind auch Menschen in stehenden Berufen besonders häufig von Schmerzen im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich betroffen.

Ein neuer Patientenratgeber speziell für Personen mit stehenden Berufen, ist ab dem 15. März, dem Tag der Rückengesundheit, kostenlos in Österreichs Apotheken erhältlich. Auch den Ratgeber aus dem Vorjahr für Menschen mit sitzenden Berufen liegt dort wieder auf.

Viele Ursachen

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. Neben generellem Bewegungsmangel sowie Fehl- und Überbelastung der Rückenmuskulatur ist das stundenlange Verharren inderselben Körperhaltung ein häufiger Auslöser für Rückenschmerzen. Weitereverstärkende Faktoren sind Stress und Schlafprobleme.

"Erste Anzeichen von Rückenbeschwerden sollten Betroffene unbedingt ernst und keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen", sagt Orthopäde Patrick Mader. "Für fast jede Art von Rückenschmerz gibt es eine wirksame Behandlung. Der erste Weg sollte zum Facharzt für Orthopädie führen, um die Ursache abzuklären."

Für die langfristige Prävention von Rückenbeschwerden ist das Stärken der Rückenmuskulatur unumgänglich. Werden Rückenschmerzen nicht zeitgerecht behandelt, können diese chronisch werden und die Lebensqualität Betroffener nachhaltig massiv beeinflussen. (red, derStandard.at, 15.3.2015)

Die wichtigsten Tipps:

Schuhwerk: Auf Absätze sollte weitgehend verzichtet werden, wenn man mehrere Stunden am Stück stehen muss. Die Schuhe sollten bequem sein und guten Halt geben. Außerdem sollte sich die Sohle für den jeweiligen Boden gut eignen, damit es nicht zu Stürzen und Stolpern kommt.

Höhe der Arbeitsfläche: Die Höhe von Tischen und Pulten ist meist genormt und damit nur für durchschnittlich große Personen ideal geeignet. Jeder Mitarbeiter, der nicht die"Durchschnittsgröße" hat, muss seinen Rücken unnatürlich krümmen oder strecken, um arbeiten zu können. Hier schaffen höhenverstellbare Arbeitsflächen oder rutschfeste Trittbehelfe Abhilfe.

Haltung verändern: Die größte Belastung für den Rücken ist das stundenlange Verharren in derselben Körperhaltung. Das gilt es unbedingt bewusst zu durchbrechen. Schon mehrmaligestiefes Einatmen richtet den Rücken auf und verändert die Haltung.

Regelmäßige Pausen sind in jedem Job schwer umzusetzen. Die Rückenmuskulatur profitiert aber bereits von ein paar Schritten bis zur Toilette, weil Gehen für den Rücken viel weniger anstrengend ist als Stehen.

Zwischendurch hinsetzen: Neben dem gezielten Stärken der Rückenmuskulatur mit einigen einfachen Übungen ist es auch sinnvoll, sich während der Arbeit kurz hinzusetzen. In fast jedem stehenden Job gibt es kurze Tätigkeiten, die man auch im Sitzen durchführen könnte. Auch kurzes Sitzes ist für den Rücken entlastend und beugt der Entstehung von Verspannungen und Schmerzen vor.

  • Am 15. März ist Tag der Rückengesundheit.
    foto: reuters/michaela rehle

    Am 15. März ist Tag der Rückengesundheit.

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