Große Nachfrage nach Data Scientists

26. Februar 2015, 06:07
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Die Datenmengen wachsen, für die Analyse fehlen Fachexperten. Welche Kompentenzen Data Scientists mitbringen sollen

Big Data wird als große Errungenschaft gefeiert. Jede Spur, die jemand in der virtuellen Welt hinterlässt, wird gespeichert. Damit einhergehend sind auch neue Berufsbilder entstanden, denn aus der Vielzahl an Daten müssen schließlich die richtigen herausgefiltert werden. Dem Data Scientist kommt dafür eine Schlüsselrolle zu. Wer weiß, wie sich strategisch wichtiges Wissen aus der großen Datenmenge filtern lässt, hat im Beruf sehr gute Chancen.

Data Scientist gehören zu den gefragtesten Experten am Arbeitsmarkt. Das Statistik-Portal Statista schätzt einen Bedarf von mehr als vier Millionen Fachkräfte für 2015. Gesucht seien keine reinen IT-Spezialisten, erklärt Norbert Seibel, Educational Manager DACH beim Softwarehersteller SAS. Für diese Positionen brauche es einen bunten Mix aus Funktionen und Fähigkeiten.

Dazu gehören:

Analytisches Talent: Die Aufgabe des Data Scientist ist es, Besonderheiten in großen Datenmengen zu erkennen, die für das Geschäft des Unternehmens wichtig sein können. Voraussetzung dafür ist eine sehr gute statistische Ausbildung.

Fach- und Business-Wissen: Ein Data Scientist muss ein gutes Verständnis für die Aufgaben haben, Interesse an den Fachabteilungen ist ebenfalls wichtig, damit er bei Auffälligkeiten in den Daten nützliche Fragestellungen eigenständig formulieren kann.

Kommunikationsfähigkeit: Der Data Scientist muss Ergebnisse der Datenanalyse für die Fachabteilungen ebenso verständlich aufbereiten wie für das Top-Management, das auf dieser Basis weitreichende Geschäftsentscheidungen treffen soll.

Forschungsdrang und Kreativität: Der Data Scientist begibt sich auf Spurensuche in den Datendschungel. Auf diese Weise eröffnen sich neue Geschäftsmodelle und Wege zur Optimierung von Prozessen.

Koordinationstalent: Ein Data Scientist ist immer auch ein Projektmanager. Denn er übernimmt nicht alle Aufgaben selbst: Für die Beschaffung der Daten oder die Gestaltung konkreter Maßnahmen mit den Fachabteilungen beispielsweise kann durchaus ein anderer Mitarbeiter zuständig sein.

Für Interessierte hat SAS einen Test bereitgestellt. Der Test definiert insgesamt zehn verschiedene Typen von Data Scientists, darunter den "Geek" als Person mit natürlicher Neugier an Technikthemen sowie starken Logik- und Analytik-Fähigkeiten, den "Guru", der einerseits eine reaktive Introvertiertheit zeigt, andererseits über Überzeugungskraft und soziale Kompetenz verfügt, oder den selbstbewussten und ergebnisorientierten "Driver", der seine Ziele mit großer Bestimmtheit verfolgt und umsetzt. (red)

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