Heimischer Pappekonzern Duropack geht an Briten

23. Februar 2015, 08:54
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OEP verkauft Wellpappehersteller um 300 Millionen Euro an DS Smith

Wien - Der Papier- und Wellpappehersteller Duropack hat einen neuen Eigentümer. Der Finanzinvestor One Equity Partners (OEP) hat den Konzern für rund 300 Mio. Euro an den britischen Verpackungshersteller DS Smith verkauft. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Wettbewerbshüter, teilte OEP mit.

Die Duropack-Gruppe hat ihren Sitz in Wien und ist mit 15 Hauptfertigungsstandorten in mehreren Ländern in Osteuropa präsent. Der Konzern beschäftigt 2.600 Mitarbeiter und setzte im Jahr 2014 rund 273 Mio. Euro um, bei einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 41 Mio. Euro.

Auswirkungen auf Standorte bisher unklar

Ob der Eigentümerwechsel Auswirkungen auf Standorte und die 2.600 Mitarbeiter hat, wollte man noch nicht sagen. "Die Transaktion muss erst einmal genehmigt werden. Erst dann werden wir Stellung beziehen", sagte eine Duropack-Sprecherin.

Die britische DS Smith und die Duropack ergänzten sich gut, sowohl die Standorte als auch die Produkte betreffend, so eine mit dem Deal vertraute Person. Ein größerer Mitarbeiterabbau sei daher unwahrscheinlich, bei Zentralfunktionen könne es aber schon zur einen oder anderen Anpassung kommen.

Der neue Eigentümer, der britische Verpackungskonzern DS Smith, übernimmt sowohl die 75 Prozent von OEP als auch die 25 Prozent aus dem Eigentum der Familie Turnauer/Castelbajac. DS Smith legt dafür insgesamt rund 300 Mio. Euro auf den Tisch.

OEP ist ein Ableger der US-Großbank JPMorgan. Der Finanzinvestor hat die Duropack 2009 im Zuge der Mehrheitsübernahme der Constantia Packaging erworben, die im Anschluss von der Börse genommen wurde. (APA, 23.2.2015)

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