Medaille für Kombinierer außer Reichweite

22. Februar 2015, 11:11
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Gold an Deutschland - Auf den Plätzen: Norwegen und Frankreich - ÖSV-Quartett auf Rang fünf

Falun - Das österreichische Quartett ging beim WM-Teambewerb der Nordischen Kombinierer mit Platz fünf leer aus. Gold war wie im Einzelbewerb für Deutschland bestimmt. Tino Edelmann, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Johannes Rydzek gewannen in 44:20,7 Minuten mit 23,1 Sekunden Vorsprung auf Norwegen. Bronze ging an Frankreich (+39,6).

Philipp Orter, Lukas Klapfer, Bernhard Gruber und Sepp Schneider starteten als Vierte nach dem Springen von dem kleinen Bakken in die Loipe, konnten aber nie in den Kampf um Medaillen eingreifen. Im Finish musste WM-Debütant Schneider auch noch Italien den Vortritt lassen und kam mit dem Respektabstand von 1:10,5 Minuten auf Deutschlands Schlussläufer Rydzek an. Auf Bronze fehlten 30,9 Sekunden.

Die Deutschen feierten im 4 mal 5-km-Langlauf einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und holten den ersten Team-Titel für den DSV seit 1987. Für Deutschland war es bereits die dritte Goldene in Falun.

Frühe Vorentscheidung

Hoffnung aus ÖSV-Sicht gab es noch nach dem Springen, das bei Gruber und Orter besser funktioniert hat als im Einzel. Neuling Schneider sprang sogar noch etwas weiter, doch Klapfer verlor einige Meter. Der Rückstand von 28 Sekunden auf Deutschland und 14 auf Frankreich erwies sich schließlich als zu groß. Die Vorentscheidung zu Ungunsten des ÖSV-Teams fiel bereits auf den ersten fünf Kilometern, als Orter den starken Läufer Magnus Moan ziehen lassen musste und schließlich 16 Sekunden auf den Norweger einbüßte. Die entstandene Lücke konnten weder Klapfer noch Gruber noch Schneider schließen.

"Ich habe alles versucht, aber es ist schwierig, wenn die vorne zu zweit laufen", meinte der Steirer Klapfer, der mit Gruber 2014 Olympia-Bronze geholt hatte. Gruber meinte, man habe Edelmetall schon auf der Schanze vergeben. "Da hätten wir um zwei, drei Meter weiter hüpfen müssen. In der Loipe war es gegen diese Kapazunder schwer, die anderen waren diesmal stärker", so der Salzburger.

Schneider, der anstelle von Wilhelm Denifl mitwirken durfte, musste als Schlussläufer die starken Läufer Akito Watabe (Japan) und Alessandro Pittin (Italien), den WM-Zweiten im Einzel, herankommen lassen, holte im Dreier-Sprint hinter dem Italiener aber immerhin den fünften Platz. Christoph Eugen zeigte sich über das nicht berauschende ÖSV-Ergebnis nicht verwundert: "Das sind keine Nasenbohrer. Im Teambewerb haben wir gewusst, es gibt fünf, sechs gleich starke Nationen, heute waren vier besser als wir", so der Cheftrainer. (red/APA, 22.2.2015)

WM-Teambewerb der Nordischen Kombinierer:

1. Deutschland (Tino Edelmann, Eric Frenzel, Fabian Rießle, Johannes Rydzek) 44:20,7 Min.

2. Norwegen (Magnus Moan, Haavard Klemetsen, Mikko Kokslien, Jörgen Graabak) + 23,1 Sek.

3. Frankreich (Francois Braud, Maxime Laheurte, Sebastien Lacroix, Jason Lamy Chappuis) + 39,6

4. Italien + 1:10,1
5. Österreich (Philipp Orter, Lukas Klapfer, Bernhard Gruber, Sepp Schneider) + 1:10,5
6. Japan + 1:11,5
7. USA + 2:37,8
8. Tschechien + 3:46,4
9. Finnland + 4:08,0
10. Estland + 5:25,8

  • Sepp Schneider und Kollegen schauen durch die Finger.

    Sepp Schneider und Kollegen schauen durch die Finger.

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