Ostukraine: Abzug schwerer Waffen begonnen

22. Februar 2015, 09:06
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Separatisten und regierungstreue Truppen müssen Artillerie verlegen - 190 Gefangene ausgetauscht

Separatisten und Regierungseinheiten in der umkämpften Ostukraine haben sich nach Angaben eines Armeesprechers schriftlich auf den Abzug schwerer Waffen geeinigt. In dem Dokument sei festgelegt worden, dass beide Seiten damit noch am Sonntag beginnen, teilte Pjotr Kanonik örtlichen Medien zufolge mit.

Der ranghohe General Olexander Rosmasnin sagte: "Die Dokumente zum Beginn des Abzugs schwerer Waffen von der gesamten Frontlinie wurden unterzeichnet. Der Abzug ist Teil eines Friedensabkommen, das die Konfliktparteien in der vergangenen Woche in der weißrussischen Hauptstadt Minsk geschlossen hatten.

Der Prozess wird Armeekreisen zufolge wohl um die zwei Wochen dauern. Vor zehn Tagen hatten Kiew und die Rebellen nach langen Verhandlungen ein Abkommen unterzeichnet, in dem neben einer Waffenruhe der Abzug der schweren Waffen, die Einrichtung einer Pufferzone und ein Gefangenenaustausch vereinbart wurden.

Gefangenenaustausch

Demnach sollte der auf zwei Wochen terminierte Abzug eigentlich bereits begonnen haben. Allerdings hatte auch ein Vorstoß der prorussischen Aufständischen auf die strategisch wichtige Stadt Debalzewo dies verhindert.

Die Waffenruhe wird seither immer wieder gebrochen, am Samstag tauschten beide Seiten aber an der Frontlinie etwa 190 Gefangene aus - 139 ukrainische Soldaten und 52 prorussische Separatisten. (APA/Reuters, 22.2.2015)

  • Abzug begonnen: ukrainische Soldaten schleppen bei Artemivsk einen Panzer ab
    foto: ap/evgeniy maloletka

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