Fenninger mit Super-Finish zum Marburg-Sieg

21. Februar 2015, 11:29
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Platz eins im Riesentorlauf vor Rebensburg Weirather - Aufholjagd auf ausgeschiedene Maze geht weiter

Maribor - Neun Tage nach ihrem WM-Triumph in Beaver Creek hat Anna Fenninger auch den Weltcup-Riesentorlauf in Marburg vor Viktoria Rebensburg gewonnen. Die Weltmeisterin musste diesmal aber einen starken Endspurt hinlegen, um sich vier Hundertstel vor der deutschen Vizeweltmeisterin durchzusetzen. Nach Durchgang eins hatte sie als Halbzeitführende auch nur einen Vorsprung von drei Hundertstel. Mit ihrem 10. Weltcupsieg verkürzte Fenninger ihren Rückstand auf die ausgeschiedene Tina Maze auf 84 Zähler.

Im Finale lag Fenninger bei zehn Grad plus zwischendurch schon fast eine halbe Sekunde hinter der Deutschen zurück, zündete im Finish aber nochmals den Turbo. Damit holte sie sich letztlich noch hauchdünn ihren neunten Weltcupsieg im Riesenslalom.

"Ich habe schon gespürt, dass der Mittelteil nicht gut war und ich wegen des Fehlers riskieren muss", sagte Fenninger. "Gott sei Dank habe ich dann doch noch den schnellen Schwung gefunden".

Annäherung an Maze, an Brem vorbei

Ihr erst zweiter Weltcup-Saisonsieg neben dem Auftakt-Triumph in Sölden und insgesamt sechs zweiten Plätzen war für die Doppel-Weltmeisterin von Vail/Beaver Creek dann gleich doppelt wichtig. Sie machte auf Maze 100 Punkte gut und startete damit wie im Vorjahr nach Olympia nun auch nach der WM erfolgreich in die Aufholjagd auf die Weltcup-Führende. Zudem löste sie Landsfrau Eva-Maria Brem als Leaderin der Riesentorlauf-Wertung ab. Zwei Rennen vor Schluss hat Fenninger 46 Punkte Vorsprung auf die Tirolerin.

Nur 24 Hundertstel lagen die ersten Vier nach Durchgang eins auseinander. In der Entscheidung fielen aber die gleichauf drittplatzierten Mikaela Shiffrin (5.) und Federica Brignone (8.) zurück, während sich die Liechtensteinerin Tina Weirather auch wegen des immer heftiger werdenden Rückenwindes im oberen Teil mit Bestzeit noch von Platz sieben auf Rang drei katapultierte.

Kein Hang für Brem

Brem kam zwar erstmals nach sieben Weltcup-Rennen nicht in die Top-Vier, war aber nach einem verpatzen ersten Durchgang (16.) froh über Platz zehn, auch wenn sie dadurch das rote Trikot verloren hat. "Für mich war es schwierig, auf diesem flachen Hang auf Tempo zu kommen", klagte die starke Technikerin. "Im zweiten habe ich eine bessere Linie gefunden. Ich habe mich gezwungen, gerader auf die Tore hinzufahren, als ich es eigentlich vom Gefühl her machen würde."

Auch Kathrin Zettel war als zweitbeste Österreicherin über Platz sechs erfreut. "Das ist definitiv in Ordnung für mich. Es geht in die richtige Richtung", sagte die Niederösterreicherin.

Neben Maze war in Durchgang eins auch Lindsey Vonn ausgeschieden. Die US-Amerikanerin war in ihrem ersten Weltcup-Riesenslalom seit ihrem Sieg 2013 mit Zwischenbestzeit unterwegs, ehe sie ausrutschte.

Nicht auszurutschen und im Duell mit Fenninger um den Gesamtweltcup ausgiebig zu punkten wird die Devise von Maze am Sonntag im Slalom sein. Fenninger wird sich das Rennen durch den Stangenwald, das wegen eines Adria-Tiefs wahrscheinlich unter Regen steigen wird, nicht geben, sie tritt nur in Kombislaloms an. (APA/red, 21.2.2015)

Ergebnis: Damen-Riesentorlauf Maribor

  • Anna Fenninger glänzt in der slowenischen Sonne.
    foto: epa/bat

    Anna Fenninger glänzt in der slowenischen Sonne.

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