Fix: IHS zieht ins Palais Strozzi

20. Februar 2015, 15:16
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Institut für Höhere Studien zahlt jährlich rund 500.000 Euro Miete an die BIG-Tochter ARE

Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat eine neue Bleibe befunden. Nach über 50 Jahren in der Wiener Stumpergasse werden die 125 wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter noch im Laufe dieses Jahres in das Palais Strozzi in der Wiener Josefstadt umziehen. Das Palais steht im Eigentum der ARE Austrian Real Estate, einer Tochter der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Schon im Oktober war bekannt geworden, dass es nach einem gescheiterten Versuch nun doch ernsthafte Verhandlungen um den Einzug des IHS ins Palais geben soll (derStandard.at berichtete). Diese waren nun erfolgreich.

Eine Million Euro für Umbau

Die Miete für die rund 5.700 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten wird das IHS jährlich rund 500.000 Euro kosten. Das Institut verfügt laut IHS-Direktor Sigurd Höllinger über ein jährliches Budget von rund zehn Millionen Euro.

Die zunächst bekanntgegebene Zahl von einer Million Euro, die der Umbau kosten werde, wurde später von einer IHS-Sprecherin revidiert. Das ganze Gebäude müsse etwa noch mit IT nachgerüstet werden, wofür es noch keine detaillierten Pläne und auch noch keine Ausschreibung gebe, stellte sie klar.

Der Umzug soll nach derzeitigem Stand jedenfalls im Juli und August vonstatten gehen, im September dann die Eröffnung stattfinden. Der Umzug wurde notwendig, da der bisherige Standort sehr renovierungsbedürftig ist. Das Palais Strozzi punktete unter den Angeboten mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.

Fertiggestellt im Jahr 1702

Das Palais Strozzi wurde zwischen 1699 und 1702 für Gräfin Maria Katharina Strozzi, geborene Khevenhüller, als Sommerresidenz errichtet. Mit einem aufwendig gestalteten Garten beherbergte es von 1841 bis 1919 auch das sehr beliebte k.k. Zivilmädchenpensionat. Von 1940 bis Dezember 2012 war in den Räumlichkeiten das Finanzamt Wien Mitte untergebracht. (APA/red, 20.2.2015)

  • Das Palais Strozzi in der Josefstädter Straße 39 in Wien-Josefstadt wurde zwischen 1699 und 1702 für Gräfin Maria Katharina Strozzi, geborene Khevenhüller, als Sommerresidenz errichtet.
    foto: apa/fohringer

    Das Palais Strozzi in der Josefstädter Straße 39 in Wien-Josefstadt wurde zwischen 1699 und 1702 für Gräfin Maria Katharina Strozzi, geborene Khevenhüller, als Sommerresidenz errichtet.

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