Das große Zittern beginnt

20. Februar 2015, 15:17
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Bangen um den Klassenerhalt in Deutschland: In den unteren Tabellenregionen wird die Luft zum Saisonende immer dünner

Vor dem letzten Saisondrittel in der deutschen Bundesliga muss die Hälfte der Clubs um den Klassenerhalt bangen. Selbst das zuletzt fünfmal en suite siegreiche Werder Bremen ist noch nicht ganz gerettet, der Tabellenelfte Köln liegt nur drei Punkte vor einem Abstiegsplatz. "Wir dürfen nichts schönreden. Es ist noch nichts geschafft", warnte Trainer Peter Stöger.

Die Kölner empfangen am Samstag mit ÖFB-Teamspieler Kevin Wimmer die ebenfalls abstiegsgefährdeten Hannoveraner und hoffen ebenso auf einen Heimsieg wie Mainz gegen Eintracht Frankfurt. Der Club von Julian Baumgartlinger hat nur eines der jüngsten 13 Liga-Spiele gewonnen, fiel auf Platz 14 zurück und reagierte auf die Talfahrt mit der Bestellung des Schweizers Martin Schmidt zum neuen Trainer. "Ich will aufwühlen, auffrischen, emotionalisieren. Zügellos und mit Vollgas geht es ins Spiel. Das Team kann das", erklärte Schmidt.

Keller

Borussia Dortmund hat sich mit zuletzt zwei Siegen in Folge von der Abstiegszone zwar verabschiedet, durchatmen darf der Tabellen-15. aber noch lange nicht, beträgt der Abstand doch nur einen Punkt. Schlusslicht VfB Stuttgart hat vier Zähler weniger als der BVB auf dem Konto und braucht daher im direkten Duell am Freitag zum Auftakt der 22. Runde dringend Punktezuwachs.

"Das wird Abstiegskampf pur", prognostizierte BVB-Trainer Jürgen Klopp. "Sehr intensiv und auf einem schlechten Platz." Vieles spricht für die Gäste aus Dortmund. Der VfB weist mit mageren fünf Punkten und 4:19 Toren die mit Abstand schlechteste Heimbilanz aller Bundesligisten auf. Bei bisher zehn Auftritten in der Mercedes-Benz-Arena gelang den völlig verunsicherten Schützlingen von Trainer Huub Stevens ein einziger Sieg - am 27. September gegen Hannover 96 (1:0). Und seit 554 Minuten glückte Martin Harnik, Florian Klein und Co. zu Hause kein Treffer mehr.

Duell auf Schalke

Zu einem Österreicher-Duell kommt es in Gelsenkirchen, wo Schalke, der Arbeitgeber von Christian Fuchs, die auf der Erfolgswelle reitenden Bremer empfängt. Zlatko Junuzovic ist bei den Gästen gesetzt, für den wiedergenesenen Sebastian Prödl bleibt nur die Ersatzbank.

Seinen Stammplatz sicher hat David Alaba beim Gastspiel des überlegenen Tabellenführers Bayern München in Paderborn. Der Rekordchampion und Titelverteidiger liegt derzeit komfortable acht Punkte vor dem VfL Wolfsburg, der am Sonntag bei Hertha BSC antritt. Dennoch rechnet Bayern-Coach Josep Guardiola noch mit einem engen Titelrennen. "Wir werden in der Bundesliga bis zum Ende mit Wolfsburg kämpfen", vermutete der Katalane.

Paderborn-Trainer Andre Breitenreiter kündigte dem Münchner Star-Ensemble einen heißen Tanz an. "Wir wissen, wer kommt, und machen nicht den Fehler, irgendwelche Kampfansagen zu unterbreiten. Aber wir werden uns wehren mit allem, was wir haben", kündigte Breitenreiter an.

Hamburg rätselt

Im Mittelpunkt des Interesses steht auch der Hamburger SV. Die Norddeutschen wollen im Heimspiel gegen Martin Stranzls Mönchengladbach Wiedergutmachung für das 0:8 vor einer Woche gegen die Bayern betreiben. (APA, 20.02.2015)

Programm deutsche Bundesliga (22. Runde):

Samstag (15.30 Uhr): Freiburg - Hoffenheim, Schalke (Fuchs) - Bremen (Junuzovic, Prödl), Paderborn - Bayern (Alaba), Mainz (Baumgartlinger) - Frankfurt, Augsburg (Manninger) - Leverkusen. 18.30 Uhr: Köln (Trainer Stöger, Wimmer) - Hannover (Almer)

Sonntag (15.30 Uhr): Hamburg - Mönchengladbach (Stranzl). 17.30 Uhr: Wolfsburg - Hertha

Bereits am (heutigen) Freitag: Stuttgart (Harnik, Klein) - Dortmund

  • Stöger und Köln sind auch noch nicht durch.
    foto: apa/epa/rolf vennenbernd

    Stöger und Köln sind auch noch nicht durch.

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