Verletzte nach Zugsunglück in der Schweiz

20. Februar 2015, 12:30
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Schnellzug krachte gegen S-Bahn-Garnitur

Zürich - Fünf Menschen haben beim Zusammenprall eines Schnellzugs mit einer S-Bahn auf einem Schweizer Kleinstadtbahnhof bei Zürich Verletzungen erlitten. Der Lokführer des Schnellzuges wurde bei dem Unfall am Freitag schwer verletzt und musste von den Rettungskräften aus der Führerkabine befreit werden, berichteten Reporter der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Unglücksort Rafz.

Nach Angaben der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) kam es aus noch ungeklärter Ursache gegen 6.45 Uhr zu einer "seitlichen Kollision" beider Züge. Dadurch seien mehrere Waggons des Schnellzuges gekippt und aus den Schienen gesprungen. Beide Züge waren in Richtung Schaffhausen unterwegs.

Für Berichte von Augenzeugen in sozialen Medien, wonach der Lokführer der S-Bahn ein Rotlichtsignal überfuhr und deshalb auf die falsche Spur gelangte, gab es zunächst weder bei der Polizei noch bei den SBB eine Bestätigung. Sprecher verwiesen darauf, dass Experten der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) noch einige Zeit bis zur Klärung des Unfallhergangs brauchen würden.

Die beiden Züge kamen unmittelbar nach dem Bahnhof auf einer Brücke zum Stehen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war - auch mit Rettungshubschraubern - im Einsatz. Die meisten Krankenwagen konnten jedoch ohne Blaulicht zurückkehren. "Da war wohl auch etwas Glück im Spiel", sagte ein Rettungshelfer Reportern.

Von dem Unfall betroffenen waren auch Hunderte Reisende, die nicht in den unmittelbar beteiligten Fahrzeugen saßen: Die Bahnstrecke zwischen Zürich und Schaffhausen wurde an dem betroffenen Abschnitt vollständig gesperrt. Die Intercitys zwischen Zürich und Stuttgart nahmen deshalb einen Umweg über Winterthur. (APA, 20.2.2015)

  • Der Zusammenstoß warf einen Zug aus dem Gleis.
    foto: apa/keystone/ennio leanza

    Der Zusammenstoß warf einen Zug aus dem Gleis.

  • Zur Unglücksursache machten die Behörden zunächst keine Angaben.
    foto: apa/epa/ennio leanza

    Zur Unglücksursache machten die Behörden zunächst keine Angaben.

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