Heinisch-Hosek denkt nicht an Rücktritt wegen Zentralmatura

20. Februar 2015, 07:57
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Bildungsministerin sieht keinen Grund zu gehen, die neue Matura sei ein "großartiges Projekt"

Wien – Probleme bei der Durchführung der neuen Matura, Rücktrittsaufforderung der Grünen und Angriffe des Koalitionspartners – Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) denkt nicht daran, ihre Funktion zurückzulegen. "Ich will dieses Projekt (die neue Matura, Anm.) heuer zu Jahresmitte als geglückt begrüßen können und daher sehe ich überhaupt keinen Grund", erklärte sie im Gespräch mit der APA. "Ich möchte dabei sein, wenn die zentrale Reifeprüfung heuer über die Bühne geht. Ich finde dieses Projekt großartig", stellte die Ressortchefin fest.

"Wirkliche Erleichterung" für die Schüler

Dass die Schüler die standardisierte Prüfung in drei Teilen – Vorwissenschaftliche Arbeit, zentrale schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung – absolvieren und sich präsentieren können, sei für diese eine "wirkliche" Erleichterung. Die Matura sei aber nur ein Projekt, im Bildungsbereich harren noch etliche der Verwirklichung, so Heinisch-Hosek: "Es sind viele Neuerungen passiert. Durch die Unterdotierung des Budgets ist es herausfordernd und nicht immer leicht. Aber uns ist Bildung etwas wert, daher wird auch über das Geld positiv zu reden sein, da bin ich überzeugt."

Erfolgloser Kampf um mehr Budget

Zu einem Brief an Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP), in dem sie wegen zusätzlicher Finanzmittel unter anderem für einen neuen Ethikunterricht vorgefühlt habe, hieß es aus dem Bildungsressort, man habe Schelling "nochmals die Budgetsituation dargelegt, die ihm seit Monaten bewusst sein sollte". Dies sei eine übliche Vorgangsweise zwischen Ressorts. Darüber hinaus sei es "allgemein bekannt, dass das Bildungsressort kein frei verfügbares Budget hat – da braucht es eine gemeinsame Kraftanstrengung".

Gegenüber der APA hielt Heinisch-Hosek fest: "Ich denke an die Zukunft". Es gehe ihr darum, einen Bereich nach dem anderen abzuarbeiten. "Das ist meine Agenda – und nur an die denke ich", so die Ministerin. An konkret anstehenden Bereichen nannte sie etwa die Schuleingangsphase, die Erwachsenenbildung oder die Lehre mit Matura. "Es sind so viele Aufgaben da, wenn ein Projekt vorbei ist, hat das nächste längst begonnen", meinte die Ministerin. (APA, 20.2.2015)

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