Salzburg verliert 1:2 und wahrt die Chance

19. Februar 2015, 23:13
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Nach zwischenzeitlichem Ausgleich von Soriano vergibt Villarreal gute Chancen auf einen höheren Sieg. Salzburg wahrt mit etwas Glück Aufstiegschance

Villarreal - Salzburg hat im Sechzehntelfinale der Europa League die Aufstiegschance trotz der ersten Niederlage im laufenden Bewerb gewahrt. Österreichs Meister musste sich beim spanischen Erstligisten Villarreal am Donnerstagabend zwar mit 1:2 (0:1) geschlagen geben, durfte sich aber über ein Auswärtstor freuen. Vor dem Rückspiel in Salzburg am kommenden Donnerstag (19 Uhr) scheint die Ausgangslage offen.

Der Spanier Jonathan Soriano war per Foulelfmeter in der 48. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich. Für den Salzburg-Kapitän war es der sechste Treffer in dieser Europa-League-Saison. Villarreal war im Estadio El Madrigal durch Ikechukwu Uche (32.) in Führung gegangen. Denis Tscheryschew (54.) erzielte den Siegestreffer für den Sechsten der Primera Division.

Hütters Risiko

Salzburg belohnte sich zumindest ein wenig für eine ambitionierte Vorstellung. Im Duell der Tormaschinen - Salzburgs 21 Tore in der Gruppenphase standen 15 von Villarreal gegenüber - erwischte der Außenseiter den besseren Start. Salzburg lancierte frühe Attacken, wobei Trainer Adi Hütter auf eine offensive Variante gesetzt hatte. Neben Soriano stürmte Winterzugang Marco Djuricin erstmals von Beginn an. Auf dem rechten Flügel ersetzte Marcel Sabitzer den angeschlagenen Takumi Minamino, links agierte Massimo Bruno.

Villarreal stand tief in der eigenen Spielhälfte, bei Kontern warfen sich die Spanier aber in einer Tour nach vorne. Als unangenehmer Gegenspieler erwies sich vor allem der äußerst quirlige argentinische Stürmer Luciano Vietto. Nach einer halben Stunde hätte Salzburg dennoch bereits das Auswärtstor erzielen können, ja, müssen!

Zunächst war Villarreals Schlussmann Sergio Asenjo bei einem Djuricin-Schuss mit dem Fuß zur Stelle (26.), dann zeigte der 25-Jährige bei einem Ramalho-Kopfball nach einer Ecke eine Glanztat (29.). Den Nachschuss zimmerte Djuricin über das Tor.

Villarreals Sicherheit

Nach einem weiten Einwurf war Salzburgs Abwehr unsortiert. Vietto verlud Ramalho und prüfte Gulacsi erneut, den Abpraller verwertete der Nigerianer Uche erfolgreich. Villarreal vertraute danach auf das bewährte Rezept. Bei einem Soriano-Vorstoß kurz vor der Pause warfen sich die Spanier im Verbund in dessen Weg und offenbarten, warum sie zu Hause bis zum Anpfiff 743 Minuten ohne Pflichtspiel-Gegentreffer waren.

Soriano war es dennoch vorbehalten, diese Serie zu beenden. Victor Ruiz attackierte Djuricin im Strafraum ungestüm, den Elfer verwandelte Salzburgs Kapitän sicher (48.). Ein glasklarer Elfer, clever erzwungen.

Nicht einmal sechs Minuten dauerte es, bis Villarreal wieder vorlegte. Nach einem Doppelpass zwischen Tscheryschew und Vietto versenkte die russische Leihgabe von Real Madrid den Ball im langen Eck (54.). Der Mann rennt schneller, als ein Torpedo fliegen kann. Zwei Minuten später fand Villarreal aus einem perfekt vorgetragenen Konter noch eine Riesenchance auf den dritten Treffer vor, Uche und Tscheryschew scheiterten jedoch an Gulasci beziehungsweise dem Außennetz.

Im Rückspiel muss Salzburg übrigens einen anderen Rasenmäher installieren, Stefan Ilsanker fehlt nach seiner dritten gelben Karte. (APA, red, 19.2.2015)

Europa-League-Sechzehntelfinale, Hinspiel, Donnerstag

Villarreal CF - Red Bull Salzburg 2:1 (1:0)
Estadio El Madrigal, 15.000 Zuschauer, SR Madden (SCO)

Tore: 1:0 (32.) Uche, 1:1 (48.) Soriano (Elfmeter), 2:1 (54.) Tscheryschew

Villarreal: Asenjo - Gaspar, Musacchio, Ruiz, Jaume Costa - Jonathan dos Santos (67. Campbell), Trigueros, Pina, Tscheryschew - Uche (70. Giovani dos Santos), Vietto

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Sabitzer, Ilsanker, Leitgeb (63. Keita), Bruno (64. Pires) - Djuricin (76. Berisha), Soriano

Gelbe Karten: Pina, Campbell, Jaume Costa bzw. Ilsanker (im Rückspiel gesperrt), Schwegler, Ramalho

  • Salzburgs Bruno wurde ordentlich umgesenst. Eine rote Karte für Villarreal hätte der Logik des Lebens entsprochen. Hat es aber nicht.
    foto: apa/neubauer

    Salzburgs Bruno wurde ordentlich umgesenst. Eine rote Karte für Villarreal hätte der Logik des Lebens entsprochen. Hat es aber nicht.

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