Südtirol strebt nach Finanzabkommen mit Rom nach Vollautonomie

19. Februar 2015, 16:29
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Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher will Österreich für seine Forderung nach mehr Freiheiten in die Pflicht nehmen

Wien - Auf einem guten Weg sieht der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher die Positionierung der norditalienischen Provinz im politischen Gefüge Italiens. Kürzlich konnte mit der Fixierung eines Finanzabkommens mit Rom (Steuergelder werden nun von Bozen eingehoben, verwaltet und weitergeleitet) ein Erfolg verbucht werden, sagte Kompatscher am Donnerstag bei einem Treffen mit Außenminister Sebastian Kurz in Wien. Ziel sei weiter die Vollautonomie - dabei spiele Österreich durch seine Schutzfunktion eine wichtige Rolle.

Einflussreich in Rom

Kompatscher bestätigte auf Anfrage des Standard, dass der Einfluss der Südtiroler Abgeordneten nun - nachdem Berlusconis Forza Italia die Regierung nicht mehr unterstütze - größer geworden sei; vor allem im Senat, wo knappe Mehrheitsverhältnisse herrschen.

In Sachen Doppelstaatsbürgerschaft bremste Außenminister Kurz: Er verstehe den Wunsch vieler Südtiroler, es gebe aber in Österreich keine entsprechenden rechtlichen Regelungen. (gian, DER STANDARD, 20.2.2015)

  • Kurz und Kompatscher sprachen auch über Doppelstaatsbürgerschaften. Er wisse um den Wunsch vieler Südtiroler, sagte Kurz. Die rechtlichen Voraussetzungen fehlten aber.
    foto: apa / dragan tatic

    Kurz und Kompatscher sprachen auch über Doppelstaatsbürgerschaften. Er wisse um den Wunsch vieler Südtiroler, sagte Kurz. Die rechtlichen Voraussetzungen fehlten aber.

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