Petition für Ö1 und Funkhaus: 43.000 Unterstützer

19. Februar 2015, 15:44
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"Verband der Gebührenzahler und Gebührenzahlerinnen" verabschiedete "Gründungserklärung"

Wien - Über 43.000 Menschen haben bisher eine virale Bürgerpetition für den Erhalt des ORF-Radios Ö1 unterzeichnet. Dies teilte die Bürgerbewegung Avaaz in einer Aussendung mit.

Die Initiatoren sehen den Sender wegen der geplanten Übersiedelung an den ORF-Standort am Küniglberg in Gefahr. Die ORF-Führung wies solche Ängste zuletzt wiederholt als unbegründet zurück.

Der Verband der Gebührenzahler und Gebührenzahlerinnen, eine Gruppe von Kulturschaffenden und ORF-Veteranen um IG Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss, die sich für den Erhalt des ORF-Funkhauses einsetzt, verabschiedete unterdessen am Donnerstag seine "Gründungserklärung".

Im Wortlaut:

"Der ORF gehört jenen, die ihn finanzieren. Nicht der Politik. Nicht der Wirtschaft. Der ORF gehört seinen Gebührenzahlern und Gebührenzahlerinnen.

Der ORF dient der Allgemeinheit. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil der pluralistischen Gesellschaft, eine Säule des unabhängigen Journalismus und für die Demokratie unerlässlich.

Wir brauchen den öffentlich-rechtlichen ORF. Deshalb bezahlen wir für ihn. Nur ein gebührenfinanzierter Rundfunk kann frei von wirtschaftlichen und parteipolitischen Einflussnahmen sein. Nur der ORF kann uns das Programm liefern, das wir brauchen: objektive Information, umfassende Bildung, hochwertige Unterhaltung. Dazu sind gut ausgebildete, gut bezahlte, politisch wie wirtschaftliche unabhängige Redakteure und Redakteurinnen in einer Vielzahl von unabhängigen Redaktionen notwendig.

Diesem Auftrag seiner Eigentümer und Eigentümerinnen wird der ORF in seiner gegenwärtigen Form und Ausrichtung nicht gerecht.

Es ist deshalb notwendig geworden, den Verband der Gebührenzahler und Gebührenzahlerinnen ins Leben zu rufen. Zweck des Verbandes ist es, für die Interessen der Gebührenzahler und Gebührenzahlerinnen einzutreten, einen sinnvollen Einsatz von Gebührengeldern einzufordern und die Erfüllung des gesellschaftlichen und gesetzlichen Rundfunkauftrags durch den ORF zu beobachten und zu bewerten." (red, APA, 19.2.2015)

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