"Vorstadtweiber": "Nicht schwuler" Strache klagt ORF

19. Februar 2015, 14:03
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FPÖ-Chef fordert einen Widerruf - Weiterer Schauplatz: Klage gegen Rapper Nazar wegen "Hurensohn"

Wien - Heinz-Christian Strache will den ORF klagen und fordert einen Widerruf in der Causa "Vorstadtweiber". Der FPÖ-Chef wurde wie berichtet in der Rohfassung einer Folge der ORF-Serie als "schwul" bezeichnet. Der ORF schnitt die Szene zwar aus der gesendeten Version heraus, in der Untertitelung für Hörbehinderte blieb der Dialog aber stehen. Strache fühlt sich dadurch offenbar geschädigt.

"Mein Mandant ist nicht homosexuell. Das ist aber auch nicht relevant, da seine sexuelle Orientierung in jedem Fall seinen höchstpersönlichen Lebensbereich trifft und daher privat ist", sagte Straches Anwalt Michael Rami der Gratiszeitung "Heute" vom Donnerstag. Der FPÖ-Chef will demnach vor Gericht klarstellen, dass seine Rechte verletzt wurden, und einen Widerruf vom ORF erwirken.

"Hurensohn": 35.000 Euro von Nazar gefordert

Laut "Kurier" vertritt Rami Strache auch bei einer Ehrenbeleidigungsklage gegen den Rapper Nazar, der den FPÖ-Chef am vergangenen Freitag bei einem Konzert einen "Hurensohn" nannte. Der Musiker soll dafür straf- und zivilrechtlich belangt werden, Strache fordert demnach 35.000 Euro. (APA, 19.2.2015)

  • Strache, hier bei einer Rede im Rahmen des FPÖ-Neujahrstreffens, ist nicht gut auf den ORF zu sprechen.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Strache, hier bei einer Rede im Rahmen des FPÖ-Neujahrstreffens, ist nicht gut auf den ORF zu sprechen.

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