Sechs Tipps für die gesunde Sauna

19. Februar 2015, 11:58
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Vorbereitung, Temperatur, Aufgüsse, Abkühlen: Wer in die Sauna geht, kann einiges falsch machen. Eine richtige Übersicht

Je länger der Winter dauert, umso größer die Sehnsucht nach Wärme. Die Sauna ist eine Möglichkeit, sich aufzuheizen. In vielen Kulturen, in denen die Winter eisig sind, ist Saunieren ein fixes Ritual. Vor allem in Finnland.

Als klassische Sauna gilt die finnische Sauna mit einer Temperatur von 90 Grad Celsius. Der Grund für die hohe Temperatur: Die Poren der Haut öffnen sich bei 80 Grad so richtig, schließen sich bei 100 Grad aber wieder. Ideal sind deshalb Temperaturen um die 90 Grad. Da ist die Wirkung am besten.

Heiß-kalt: Saunieren ohne schnellen Temperaturwechsel bringt nichts. Bei Schnee funktioniert das hervorragend, so wie hier beim Europäischen Sauna-Marathon in Otepaa 2013

Was es sonst zu beachten gilt:

  • Optimalerweise dauert ein Saunadurchgang 12 bis 15 Minuten, davon 8 bis 10 Minuten Aufwärmzeit und 5 Minuten für den Aufguss. Zwei bis drei Durchgänge sind optimal, zwischen den Saunagängen sollte man eine Ruhezeit von mindestens 20 Minuten einhalten - und dabei unbedingt Wasser trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

  • Sitzen in der Sauna ist besser als liegen, weil sich die Poren besser öffnen können. Wer keine Saunaerfahrung hat, sollte sich eher auf die unteren Bänke setzen, weil es dort weniger heiß wird.

  • Wer nach dem Sport in die Sauna geht, weil sich die Muskeln in der Wärme entspannen, sollte eine halbe Stunde vergehen lassen, damit sich das Herz-Kreislaufsystem beruhigt, rät Sportkardiologe Manfred Wonisch, der Gäste in der Heiltherme Bad Waltersdorf im Hinblick auf die gesundheitliche Wirkung der Sauna berät. Wer hohen Blutdruck oder Herzschwäche hat, sollte eher weniger heiße Saunavarianten wählen und rasches Abkühlen vermeiden, sagt Wonisch, bei niedrigem Blutdruck kann Saunieren förderlich sein. Wenn ein niedriger Blutdruck allerdings eine organische Ursache hat, ist Vorsicht geboten. Hier rät Wonisch, mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.

  • Vor dem Saunagang duschen: Das hat nicht nur hygienische Gründe, der Fettfilm auf der Haut verhindert, dass sich die Poren öffnen. Doch sollte man sich nach dem Duschen abtrocknen, weil nasse Haut in der Sauna das Schwitzen verzögert.
foto: reuters
Eiskalt, aber trotzdem nackt: Das geht nur nach der Sauna.
  • Unbedingt kalt abduschen, denn der schnelle Temperaturwechsel tut dem Körper gut. Wer den Kälteschock nicht gewöhnt ist, sollte beim Duschen an den Armen und Beinen beginnen. Was es bringt: Der Körper kann sich langfristig besser an die Außentemperaturen anpassen. "Auch bei Venenleiden kann Saunieren helfen. Die Abkühlung trainiert die Venenmuskulatur."

  • Grundsätzlich gilt: Auf jedes Unwohlsein in der Sauna sofort reagieren. Und rausgehen. (red, derStandard.at, 19.2.2015)

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