Britisches Militär muss für tote Hennen zahlen

18. Februar 2015, 12:55
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Weil Armeehubschrauber zu tief über Farmen flogen, erschreckten sie manche Tiere zu Tode

Im vergangenen Jahr soll das britische Verteidigungsministerium aufgrund zu tief fliegender Militärhubschrauber 1,1 Millionen Pfund (1,5 Millionen Euro) an britische Farmer gezahlt haben, deren Hennen wegen der Lärmbelastung und des Stresses das Eierlegen eingestellt hatten oder sogar an Legenot gestorben waren. Das berichtet das Agrarmagazin "Farmer Weekly".

Ein Farmer aus Sussex soll dafür 18.000 Pfund erhalten haben. Das war jedoch nicht der einzige Zwischenfall. So erhielten vier weitere Legehennenbetriebe Geld als Entschädigung für die ausgelösten Produktionsverluste.

Mark Williams, Chef des britischen Egg Industry Council, forderte alle Legehennenbetriebe auf, sich beim Verteidigungsministerium zu melden, damit dieses erfahre, wo sich ihre Betriebe befinden. Auch andere Tierarten blieben nicht verschont: In Dyfed in Wales zahlte die Regierung 20.000 Pfund, nachdem sich ein Pferd verletzt und in der Folge sein Fohlen verloren hatte. Im County Tyrone in Nordirland wurden 42.700 Pfund gezahlt, um den Verlust durch zu Tode erschrockene Kühe auszugleichen. Ein Ministeriumssprecher erklärte, dass man das Problem sehr ernst nehme, Tiefflüge als militärische Übung aber unverzichtbar seien. (Max Marjanovic, derStandard.at, 18.2.2015)

  • Viele Hennen legten wegen des Fluglärms keine Eier mehr oder starben.
    reuters/danish siddiqui

    Viele Hennen legten wegen des Fluglärms keine Eier mehr oder starben.

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