Computerspiele: Kritischen Umgang lernen und Potenziale erkennen

18. Februar 2015, 11:57
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Neue Kompetenzplattform will Tipps für den souveränen Umgang mit digitalen Spielen liefern

Eltern stehen oftmals ratlos vor der großen Leidenschaft ihrer Kinder für Computerspiele. Nur jüngere Eltern wurden auch in ihrer Jugend bereits mit einem umfassenden digitalen Angebot konfrontiert und können zumindest auf ein paar Erfahrungen zurückgreifen.

Eine neue Plattform will nun beim Umgang mit dem digitalen Spieleangebot unterstützen. Das Institut Spielraum der Fachhochschule Köln baut zusammen mit der Stiftung Digitale Spielekultur eine medienpädagogische Informations- und Vernetzungsplattform rund um das Thema digitale Spiele auf. Die Plattform soll Ideen für einen kritischen und kreativen Umgang mit digitalen Spielen liefern und die Potenziale von digitalen Spielen aufzeigen.

Verunsicherung bei Eltern und Pädagogen

Kern der Kooperation ist eine gemeinsame Online-Kompetenzplattform, auf der Informationen und Materialien für Pädagogen und Eltern rund um digitale Spiele und für den verantwortungsvollen Umgang damit bereitgestellt werden. Zusätzlich soll in einer Datenbank schnell und einfach nach aktuellen medienpädagogischen Projekten gesucht werden können.

Ergänzt wird die Plattform um ein journalistisches Angebot zu relevanten Facetten der Medienpädagogik bei digitalen Spielen. "Die Spielraum-Mitarbeiter bringen die notwendige Erfahrung, die bundesweit geschätzte Expertise und die Netzwerke mit, um die Kompetenzplattform zu realisieren", sagt Angela Tillmann von der Fachhochschule Köln.

Gestiegene Vielfalt

Maximilian Schenk vom deutschen Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), der das Vorhaben unterstützt, spricht von einer Verunsicherung unter Eltern und Pädagogen, wenn es um die verantwortungsvolle Nutzung und Vermittlung digitaler Spiele geht. Dabei sei die Vermittlung von Medienkompetenz, auch aufgrund der gestiegenen Vielfalt, deutlich wichtiger geworden.

Seit 2006 berät und informiert das Institut Spielraum an der Fachhochschule Köln über Medienpädagogik rund um digitale Spiele und gestaltet die Debatte unter anderem durch eigene Pilotprojekte und aktive Netzwerkarbeit mit. (red, derStandard.at, 18.2.2015)

  • Dem Konsum von Computerspielen stehen Eltern oftmals ratlos gegenüber.
    foto: robert newald

    Dem Konsum von Computerspielen stehen Eltern oftmals ratlos gegenüber.

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