Italiens Ex-Teamchef Sacchi: "Haben zu viele farbige Spieler"

17. Februar 2015, 12:01
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Ex-Nactionalcoach Arrigo Sacchi hat mit mutmaßlich rassistischen Aussagen Empörung ausgelöst.

Der seit dem zweimaligen Meistercupsieg mit dem AC Mailand in Italien als Ausnahmetrainer geltende Arrigo Sacchi sorgte am Montag Abend bei einer Preisverleihung für die besten Trainer des Landes mit der folgenden Äußerung für einen Eklat:" Italien hat keine Würde, keinen Stolz: Es ist nicht möglich, dass wir Mannschaften mit 15 Ausländern haben. In unseren Nachwuchsteams gibt es zu viele farbige Spieler", sagte der 68-Jährige laut italienischen Medien.

Später wehrte sich der frühere Nachwuchskoordinator des italienischen Fußball-Verbandes FIGC gegen die Kritik an seinen Einschätzungen. "Meine Aussagen wurden verdreht, ich bin kein Rassist", sagte er der "Gazzetta dello Sport". "Ich habe nur gesagt, dass ich ein Spiel gesehen habe mit einem Team, das vier farbige Spieler aufgestellt hat. Ich wollte unterstreichen, dass wir unseren Stolz und unsere nationale Identität verlieren", ergänzte der Ex-Coach des AC Milan.

Sacchi ist einer der angesehensten Menschen in Italien. Er ist fast jeden Tag als Experte in Radio und TV-Sendungen eingeladen. Italien diskutiert seit einiger Zeit über die Zahl ausländischer Profis in der Serie A, auch Verbandspräsident Carlo Tavecchio hatte im vergangenen Jahr mit rassistischen Aussagen in dieser Debatte für einen Eklat gesorgt. Der Einsatz von Spielern mit ausländischen Wurzeln wie Mario Balotelli oder Stephan El Shaarawy in der Nationalelf des Landes wurde in Italien ebenfalls lange diskutiert. (APA, red, 17.02.2015)

  • Arrigo Sacchi, Experte des italienischen Fußballs
    foto: epa/ciereszko

    Arrigo Sacchi, Experte des italienischen Fußballs

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