Starke Erdbeben erschütterten Nordosten Japans

17. Februar 2015, 07:21
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Kleinere Tsunami-Wellen, keine Berichte über Opfer und Schäden

Tokio - Schwere Erdbeben haben erneut die Katastrophenregion im Nordosten Japans erschüttert. Schäden wurden am Dienstag aber nicht gemeldet. Die Meteorologische Behörde warnte die Bewohner der Provinz Iwate nach einer ersten Erschütterung der Stärke 6,9 zunächst vor einem einen Meter hohen Tsunami. Vorerst erreichten nur kleinere Flutwellen mit bis zu 20 Zentimeter Höhe die Küste.

Ein weiteres Beben der Stärke 5,7 vor Iwate stellte den Angaben nach keine Tsunami-Gefahr dar. Nach Angaben der Regierung kam niemand durch die Beben zu Schaden.

1.000 Personen aufgefordert

Das Beben war auch in Tokio zu spüren. Zwischenzeitlich waren rund 1.000 Bewohner an der Küste Iwates aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Das Zentrum des ersten Bebens von 8.06 Uhr Ortszeit lag im Pazifischen Ozean 210 Kilometer östlich von Miyako in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. Das Zentrum des zweiten Bebens von 13.46 Uhr Ortszeit lag in rund 50 Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden.

Vor fast vier Jahren, am 11. März 2011, waren Iwate und benachbarte Provinzen im Nordosten des Inselreiches von einem Erdbeben der Stärke 9,0 und einem gewaltigen Tsunami heimgesucht worden. Fast 19.000 Menschen starben. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in der Nachbarprovinz Fukushima kam es zum Super-GAU.

Diesmal blieben die Atomkraftwerke in der Region nach Angaben der Betreiber jedoch unversehrt. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Erde.(APA/red, derStandard.at, 17.2.2015)

  • Die Bewohner der gelb markierten Küstenregion wurden zum Verlassen ihrer Unterkünfte aufgefordert.
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    Die Bewohner der gelb markierten Küstenregion wurden zum Verlassen ihrer Unterkünfte aufgefordert.

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