Take-Two-Chef: Games sind ein teures, riskantes Geschäft

16. Februar 2015, 13:07
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Strauss Zelnick: "Unserer Ansicht nach festigt dies die Sieger noch mehr."

Blockbuster-Videospiele herzustellen ist eine teure und riskante Angelegenheit. Das behauptetet zumindest Take-Two-CEO Strauss Zelnick in einem Interview mit Bloomberg TV über Sportspiele und den Gamesmarkt im Allgemeinen. Dies zeige sich im Risikoprofil der Branche. Ein erfolgreicher Videospielherausgeber von Blockbuster-Titeln benötige heute eine Hit-Rate von 80 Prozent, im Vergleich dazu könne ein Film-Studio bereits mit einer Hit-Rate von 30 Prozent erfolgreich geführt werden. "Es ist ein teures Geschäft und das Risikoprofil spiegelt das wider", so Zelnick.

Die Sieger werden größer

Dieses Zusammenspiel aus hohen Kosten und hohem Risiko führe schließlich dazu, dass die großen Konzerne immer weiter gestärkt werden und es Neueinsteiger schwer haben. "Unserer Ansicht nach festigt dies die Sieger noch mehr. Tatsächlich entsteht dadurch eine Barriere, um in unser Geschäft einzusteigen. Ein Hersteller kann nicht einsteigen ohne ein paar hundert hochqualifizierte Entwickler und Kreative, haufenweise Kapital und sehr viel Marketingkapital zu haben", erklärt der Herausgeber von Hits wie "Grand Theft Auto", "NBA 2K" und auch des jüngst erschienenen Multiplayer-Shooters "Evolve".

Hart verdiente Profite

In die gleiche Kerbe schlug vor kurzem auch Christofer Sundberg, Gründer des "Just Cause"-Herstellers Avalanche Studios, gegenüber Gamespot. Ihm zufolge befände sich das AAA-Geschäft in einem "sehr ungesunden Zustand". Sehr wenige traditionelle 60-Dollar-Games würden heute einen Profit einbringen. "Games haben sich weiterentwickelt, Technologie hat sich weiterentwickelt, aber als Unternehmen sind wir immer noch dort, wo wir vor 15 Jahren waren. Mit wachsenden Budgets steigt auch das Risiko", so Sundberg. (zw, derStandard.at, 16.2.2015)

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Bloomberg

  • "Es ist ein teures Geschäft und das Risikoprofil spiegelt das wider"
    foto: gta 5

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