Tipps für eine gelungene Moderation

16. Februar 2015, 10:26
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Sigrun Reininghaus gibt drei grundlegende Tipps, damit die Veranstaltung nicht flöten geht

Eine gelungene Moderation fängt schon am Beginn der Veranstaltung an - oder eben nicht. Oft ist es so: Die Veranstaltung beginnt nicht. Die Teilnehmer lassen sich Zeit, tratschen, die Reihen füllen sich langsam, und jemand am Podium räuspert sich immer wieder ins Mikrofon " Ähem, wir sollten eigentlich anfangen." Da hat die Tagung von Anfang an verloren.

Tipp: Warten Sie, bis die Teilnehmer an ihren Plätzen sind. Zügig aufs Podium gehen. Dabei visieren Sie schon vorher einen Punkt an, wo Sie sich hinstellen werden. Dann begrüßen Sie mit klarer und freundlicher Stimme das Publikum und legen los.

Unbeholfenheit am Podium. Sprechen vor Publikum muss man üben und auch mögen. Wenn der Redner oder die Rednerin vorne steht, immer schneller wird und man merkt, er oder sie warten nur, bis ihre Rede endlich vorbei ist, ist das so schade. Denn der Inhalt geht dann verloren

Tipp: Bereiten Sie sich gut vor. Wichtig ist, dass die Begrüßung und der erste Satz sitzen. Keine langatmigen Ansprachen, sondern lieber zu Beginn eine kleine Geschichte, die zum Thema passt. Schreiben Sie sich etwas auf, woran Sie eine gute Erinnerung habe, was Sie gerne erzählen. Dann werden Sie sympathisch wirken.

Tagungen und Veranstaltungen müssen durchstrukturiert sein und einen Spannungsaufbau haben. Die Teilnehmer können sich sonst nicht orientieren, wissen nicht, was das Ziel der Veranstaltung ist.

Tipp: Überlegen Sie vorher: Was ist der rote Faden der Veranstaltung? Welches Ergebnis wollen wir erzielen? Strukturieren Sie die Veranstaltung, planen Sie genügend Pausen ein. Machen Sie ein Resumée und ein positives Schlusswort. (derStandard.at, 16.02.2015)

Sigrun Reininghaus, langjährige ORF- Journalistin und frühere EU-Korrespondentin, hat sich als Moderatorin und Mediencoach selbstständig gemacht.

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