Hongkonger Fährunglück: Acht Jahre Haft für Kapitän

16. Februar 2015, 10:02
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39 Menschen kamen 2012 bei Kollision ums Leben

Hongkong - Ein Gericht in Hongkong hat den Kapitän einer mit einem Ausflugsschiff kollidierten Fähre am Montag wegen fahrlässiger Tötung zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Bei dem schwersten Schiffsunglück in Hongkong seit mehr als 40 Jahren waren 2012 39 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert weitere wurden verletzt.

Der 56-jährige Kapitän Lai Saiming erhielt zusätzlich 18 Monate Haft wegen Gefährdung der Leben anderer. Die Strafen sollen aber nicht nacheinander, sondern gleichzeitig verbüßt werden.

Das Unglück ereignete sich am 1. Oktober, dem chinesischen Nationalfeiertag. Die Fähre "Sea Smooth", die Hongkong mit der drei Kilometer entfernten Insel Lamma verbindet, stieß mit großer Geschwindigkeit gegen das Vergnügungsboot "Lamma IV". An Bord des Boots waren 120 Menschen, die ein Feuerwerk zum Nationalfeiertag sehen wollten. Nach der Kollision sank das Boot binnen weniger Minuten, die Fähre erreichte sicher den Hafen von Lamma.

Der damalige Steuermann der Fähre, der 58-jährige Chow Chiwai, wurde zu neun Monaten Gefängnis wegen der Gefährdung von Menschenleben verurteilt. Vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung wurde er freigesprochen. (APA, 16.2.2015)

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