Ebola-Länder wollen Virus bis Mitte April ausmerzen

16. Februar 2015, 09:01
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Guinea, Liberia und Sierra Leone veröffentlichten gemeinsame Erklärung

Conakry/Freetown/Monrovia - Die drei am schlimmsten von der Ebola-Epidemie betroffenen westafrikanischen Staaten wollen das Virus bis Mitte April ausmerzen. Die Präsidenten der Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone veröffentlichten am Sonntag nach einem gemeinsamen Gipfel in Guineas Hauptstadt Conakry eine entsprechende gemeinsame Erklärung.

Darin vereinbarten sie das Ziel, "in den kommenden 60 Tagen" die Zahl der Ebola-Neuinfektionen auf Null zu senken. Die internationale Gemeinschaft baten sie in ihrer Erklärung um die nötige Hilfe, um dies zu erreichen. Getroffen hatten sich in Conakry Guineas Präsident Alpha Conde, Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf sowie der Staatschef von Sierra Leone, Ernest Bai Koroma.

Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie im Dezember 2013 starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast 9.200 Menschen - fast alle Todesopfer waren in den westafrikanischen Ländern zu beklagen. Ende Jänner war die Zahl der Neuinfektionen wieder leicht gestiegen, nachdem zuvor ein Rückgang zu verzeichnen gewesen war.

Der Chef der UN-Ebola-Mission, Ismail Ould Cheikh Ahmed, äußerte sich zuversichtlich angesichts des deutlichen Rückgangs der Infektionen Ende vergangenen Jahres. Trotzdem dürfe nicht vergessen werden, dass es "leichter ist, von hundert auf zehn Krankheitsfälle zu kommen als von zehn auf null Fälle", erklärte er. Das zeigten die Erfahrungen im Kampf gegen andere Krankheiten wie etwa die Kinderlähmung. (APA, 16.2.2015)

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