Rechnungshof-Kritik an Finanzen der Stadt Wien

15. Februar 2015, 15:49
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Vollständige Informationen über Verflechtungen zu Unternehmen fehlen

Wien - Der Rechnunghof übt laut "Kurier" in einem Rohbericht scharfe Kritik an der mangelhaften Finanzplanung, der Schuldenentwicklung sowie am Beteiligungsmanagement der Stadt Wien. Geprüft wurde der Zeitraum 2008 bis 2012.

In Sachen Schulden vermissen die Prüfer "eine Konsolidierungsstrategie mit konkreten haushaltspolitischen Zielsetzungen". Bei den Beteiligungen der Stadt wird kritisiert, dass Schulden und Vermögen von Wiener Wohnen, Wien Kanal und dem Krankenanstaltenverbund eigentlich der Stadt zuzurechnen seien, eine gesamthafte Darstellung aber fehle. Allein die Schulden dieser drei Unternehmen würden mehr als drei Milliarden Euro ausmachen.

Auch insgesamt fehle bei den Beteiligungen (es gibt direkte und indirekte Beziehungen zu 224 Unternehmen) eine "vollständige Information über die finanziellen Verflechtungen". Kritisch hinterfragt werden beispielsweise Zahlungen an die Wiener Linien und Leasingsverpflichtungen für die Wiener Messe. (red, derStandard.at, 15.2.2015)

  • Die Wiener Finanzstadträtin Renate Brauner bei einem PR-Termin mit Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter. Der Rechnungshof tat sich mit den Zahlungsströmen der Stadt schwer
    foto: wiener linien

    Die Wiener Finanzstadträtin Renate Brauner bei einem PR-Termin mit Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter. Der Rechnungshof tat sich mit den Zahlungsströmen der Stadt schwer

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