2.164 Flüchtlinge unweit von Italien gerettet

16. Februar 2015, 09:35
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Ungebrochene Flüchtlingswelle Richtung Süditalien

Rom - 2.164 aus Libyen kommende Flüchtlinge sind am Sonntag zwischen der libyschen Küste und der süditalienischen Mittelmeerinsel Lampedusa in Sicherheit gebracht worden. Die Migranten waren laut italienischen Medien mehrheitlich auf Schlauchbooten unterwegs. 520 Migranten wurden an Bord des Schiffes "Orione" der italienischen Marine genommen. Weitere Migranten wurden von der Küstenwache aufgenommen.

Die italienische Marine war bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer am Wochenende im Dauereinsatz. Am Freitag und Samstag wurden insgesamt 1.500 Migranten in Sicherheit gebracht, berichteten italienische Medien am Sonntag.

Am Samstag konnte die Küstenwache mehr als 600 in Seenot geratenen Migranten helfen. Die Küstenwache lokalisierte sechs Boote, die sich rund 50 Seemeilen von Libyen befanden, nachdem sie Hilferufe per Satellitentelefon erhalten hatte.

Bessere Wetterlage

Bereits am Freitag waren weitere 700 Migranten in Sicherheit gebracht worden. Sie wurden an Bord des Schiffes der italienischen Küstenwache Pegaso genommen. Die Rettungsaktion erfolgte wenige Tage nach dem Tod von circa 300 Migranten bei der Überfahrt von Libyen nach Italien.

Weitere 184 Migranten an Bord von zwei Schlauchbooten wurden von einem isländischen Schiff im Rahmen des EU-Einsatzes "Triton" unter Aufsicht der EU-Grenzschutzagentur Frontex gerettet. Die zunehmenden Flüchtlingszahl sei einer Besserung der Wetterlage zuzuschreiben, berichteten italienische Medien.

In Regierungskreisen in Rom wird bereits über die Wiederbelebung der Mission "Mare Nostrum" diskutiert, die bis im vergangenen November zur Rettung von über 100.000 Migranten beigetragen hatte. Die neue Version von "Mare Nostrum" soll für eine begrenzte Zeit und vor allem in Hinblick auf die Sommermonate wieder ins Leben gerufen werden. "Mare Nostrum" wurde vom EU-Einsatz "Triton" abgelöst. (APA, 16.2.2015)

  • Aufgegriffene Migranten werden von den italienischen Behörden nach Porot Empedocle in Sizilien gebracht
    foto: ap

    Aufgegriffene Migranten werden von den italienischen Behörden nach Porot Empedocle in Sizilien gebracht

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