Bombenanschlag auf wichtige Ölleitung in Libyen

14. Februar 2015, 14:39
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Pipeline verbindet ein Ölfeld in der Sahara mit Hafenstadt Tobruk

Tobruk - Unbekannte haben am Samstag auf eine der größten Ölleitungen im Bürgerkriegsland Libyen einen Anschlag verübt. Die Pipeline verbindet ein Ölfeld in der Sahara bei El-Sarir über 500 Kilometer mit der ostlibyschen Hafenstadt Tobruk.

Die Leitung sei am Samstag in der Früh von einer schweren Explosion erschüttert worden, berichtete die libysche Nachrichtenseite "Al-Wasat" unter Berufung auf Arbeiter. Der Anschlag habe sich auf halber Strecke ereignet. Täglich würden 180.000 Barrel Rohöl transportiert werden.

Gegenregierung in Tripolis

Im ölreichen Libyen kämpfen seit Monaten verfeindete Milizen um die Macht. Die größten Widersacher sind eine international anerkannte Regierung in Tobruk und eine von radikalen Islamisten dominierte Gegenregierung in der Hauptstadt Tripolis. Seit Mittwoch treffen sich beide Seiten zu Friedensgesprächen im westlibyschen Ghadames.

Neben diesen Konfliktparteien kämpfen auch jihadistische Gruppen um Einfluss. Erst am Freitag hätten Anhänger der in Syrien und im Irak große Gebiete beherrschenden Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ein Ölfeld nahe dem zentrallibyschen Marada angegriffen, berichtete "Al-Wasat". (APA, 14.2.2015)

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