Ewald Stadler will Pegida unterstützen

13. Februar 2015, 16:45
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Heftige Kritik an Strache und katholischer Kirche

Wien - Der frühere FPÖ- und BZÖ-Politiker Ewald Stadler, der im Vorjahr mit den Reformkonservativen (REKOS) zur EU-Wahl angetreten ist, hat der islamfeindlichen Pegida-Bewegung ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes") seine Unterstützung zugesagt. Gleichzeitig übte Stadler in diesem Zusammenhang heftige Kritik an FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und an der katholischen Kirche.

In einem Gespräch mit der Journalisten-Plattform fischundfleisch.at beklagen Sprecher von Pegida-Wien, die nicht namentlich genannt werden wollen, dass sie kriminalisiert würden und ersuchen Stadler um Unterstützung, die dieser auch zusagt. "Daher brauchen wir Sie dringend als Rechtsbeistand, rund um die Vorgehensweise unserer Bewegung, und wenn Sie es für denkbar halten, wäre es auch schön, Sie als Redner in Deutschland präsentieren zu können", appellieren die Pegida-Sprecher. Stadler erklärt dazu: "Ja, natürlich, ich unterstütze Sie da sehr gerne, auch in Deutschland, wenn erwünscht."

FPÖ will nicht kommentieren

Heftige Kritik übt Stadler in dem Gespräch an Strache, der die Ziele der Pegida befürwortet hatte. Er rät der Bewegung, sich nicht von der FPÖ vereinnahmen zu lassen und sagt über den FPÖ-Chef wörtlich: "Strache ist meiner Meinung nach einer der dümmsten Menschen, die politisch in diesem Land tätig sind." In der FPÖ wollte man das vorerst nicht kommentieren. Stadler hat sich schon vor längerem mit Strache überworfen und ist im Vorjahr im Zusammenhang mit den sogenannten "Wehrsport"-Fotos von Strache wegen Nötigung und falscher Zeugenaussage nicht rechtskräftig zu 14 Monaten bedingter Haft verurteilt worden.

Stadler, der sich selbst als christlichen Politiker sieht, attackiert aber auch die katholische Kirche, die der Pegida kritisch gegenübersteht. "Die Kirche spielt leider die erbärmlichste Rolle. Dort sind Leute tätig, die sich um die Affenarten im Amazonas mehr Sorgen machen als um die Christen in islamischen Ländern." (APA, 13.2.2015)

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