Al-Jazeera-Journalisten verließen Gefängnis in Ägypten

13. Februar 2015, 11:29
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Kanadier und Ägypter nach 400 Tagen Haft auf freiem Fuß

Kairo - Nach mehr als 400 Tagen Haft in Ägypten sind zwei Journalisten des katarischen Fernsehsenders Al-Jazeera wieder auf freiem Fuß. Der kanadische Reporter Mohamed Fahmy und sein ägyptischer Kollege Baher Mohammed verließen am Freitag das Gefängnis, wie die Familien der beiden Angeklagten mitteilten.

Ein Gericht hatte am Donnerstag zu Beginn eines neuen Prozesses die vorläufige Freilassung der beiden Journalisten angeordnet. Das Verfahren wurden daraufhin auf den 23. Februar vertagt. Fahmy und Mohammed waren im Dezember 2013 zusammen mit weiteren Al-Jazeera-Kollegen in Kairo festgenommen und im Juni vergangenen Jahres wegen Unterstützung der islamistischen Muslimbruderschaft zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Nach internationaler Kritik ordnete ein Berufungsgericht Anfang Jänner ein neues Verfahren an. Der ebenfalls verurteilte Australier Peter Greste wurde Anfang Februar in sein Heimatland abgeschoben. Er profitierte von einem im November von Präsident Abdel Fattah al-Sisi erlassenen Dekret, wonach inhaftierte Ausländer abgeschoben werden dürfen, um ihre Haftstrafen in ihrem Heimatland abzusitzen - auch wenn es in seinem Fall unwahrscheinlich ist, dass er in Australien tatsächlich inhaftiert wird. (APA, 13.2.2015)

  • Adel, Bruder des Juornalisten Mohamed Fahmy und seine Mutter verlassen das Gerichtsgebäude in Kairo.
    foto: reuters / asmaa waguih

    Adel, Bruder des Juornalisten Mohamed Fahmy und seine Mutter verlassen das Gerichtsgebäude in Kairo.

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