"New York Times"-Medienjournalist David Carr starb überraschend

13. Februar 2015, 07:03
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Bekannter Beobachter des Medienwandels starb überraschend im Alter von 58 Jahren

Der Medienjournalist David Carr ist am Donnerstagabend in New York gestorben. Der Kolumnist der "New York Times" brach im Newsroom der Zeitung zusammen und verstarb wenig später in einem Krankenhaus. Kurz zuvor hatte er noch eine Podiumsdiskussion über den Film "Citizenfour" mit der Regisseurin Laura Poitras und dem Journalisten Glenn Greenwald moderiert. Carr, einer der weltweit bekanntesten Medienjournalisten, arbeitete seit 2002 bei der "NYT".

In dem Film "Page One", der die Zeitung porträtierte, war er einer der Protagonisten. Carr wurde 58 Jahre alt. In seinen Artikeln beschäftigte er sich in den letzten Jahren vor allem mit den Veränderungen in Medienlandschaft, Verlagswesen und Social Media. Er war auf diesem Gebiet nicht nur in den USA einer der einflussreichsten Journalisten.

"Er war unser größter Champion. Seine unendliche Leidenschaft für Journalismus und Wahrheit werden seine Familie bei der 'Times', Leser auf der ganzen Welt und Menschen, die den Journalismus lieben, vermissen", schrieb "NYT"-Chefredakteur Dean Baquet an seine Mitarbeiter. (seb, derStandard.at, 13.2.2015)

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