OxygenOS: OnePlus verspricht flotte Updates und Community-Mitsprache

12. Februar 2015, 14:50
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Arbeit an stabiler Version bereits im Gange – noch kein Releasedatum

Das chinesische Start-up OnePlus hat die Arbeit an einer eigenen Firmware für das OnePlus One-Smartphone in vollem Schwung aufgenommen. Nun hat man das Entwicklerteam ausführlich vorgestellt und große Versprechen für das eigene, auf Android 5 basierende System namens OxygenOS gemacht.

Ursprünglich wurde das OnePlus One mit einer angepassten Version der alternativen Android-Firmware Cyanogenmod ausgeliefert, die auch bei aktuellen Neugeräten noch vorinstalliert ist. Das wird sich in Zukunft ändern. Dazu beigetragen hat freilich auch ein Konflikt zwischen OnePlus und Cyanogen, nachdem letztere mit einem Exklusivitäts-Abkommen mit dem indischen Hersteller Micromax ein kurzfristiges Verkaufsverbot für das One bewirkt und ein Ausbleiben von Updates für in Indien verkaufte Modelle des Telefons verursacht hat.

Kein Umweg, keine Bloatware

Dass man jetzt in eigenem Hause die Software umsetzt, soll für die Kunden positive Folgen haben. So will man bessere Lokalisierungen und schnellere Updates liefern. Dazu soll die Community mehr Mitsprache erhalten, da man Feedback und Vorschläge ohne dem Umweg eines externen Entwicklerteams implementieren kann.

Das System soll ohne Bloatware ausgeliefert werden und hinsichtlich Akkulaufzeit und Performance optimiert sein. Der Ansatz soll auch im offiziellen Logo reflektiert werden, das gemäß des "negative space"-Konzeptes ein weißes O in einem roten Quadrat zeigt.

Entwicklerteam

Geleitet wird die OxygenOS-Entwicklung von OxygenOS von einem dreiköpfigen Team. Die Kanadierin Helen Li ist Chefin der Abteilung für Mobilprodukte bei OnePlus und bringt unter anderem Erfahrung von ihrer Zeit als Programm-Managerin bei Microsoft mit. Sie koordiniert die Arbeiten an dem ROM.

Die Android-Entwicklung leitet der Amerikaner Aaron Gascoigne, der auch führend an der Entwicklung der alternativen Firmware Paranoid Android beteiligt ist. Vom Paranoid Android-Projekt stieß auch der Inder Arz Bhatia zum Oxygen-Team. Sein Verantwortungsbereich ist die Gestaltung des Interfaces.

Noch kein Releasedatum

Zum Releasetermin schweigt man sich unter Verweis auf notwendige Zertifizierungen und andere Hürden derweil aus. Geplant ist jedenfalls, direkt eine stabile Version zu veröffentlichen. Auf Reddit stellen sich einige Entwickler sowie OnePlus-Mitgründer Carl Pei am Donnerstagnachmittag (ab 17 Uhr MEZ) auf /r/Android einer "Ask Me Anything"-Fragerunde. (gpi, derStandard.at, 12.02.2015)

  • Rechts: Das Logo von OxygenOS.
    foto: oneplus

    Rechts: Das Logo von OxygenOS.

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