Israel beschlagnahmt Baumaterial für Raketen

12. Februar 2015, 14:19
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Tonnen von Fiberglas waren demnach unter Fischernetzen versteckt

Jerusalem/Gaza - Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Kriegsmarine einen Versuch unterbunden, Material zum Bau von Raketen per Schiff in den Gazastreifen zu schmuggeln. Wie der Geheimdienst am Mittwochabend mitteilte, wurden drei auf dem Boot festgenommene Palästinenser vor einem Gericht in der südisraelischen Stadt Beersheba angeklagt.

Ihr Schiff war Mitte Jänner von der Marine auf dem Weg von Ägypten in den Gazastreifen gestoppt und beschlagnahmt worden. Eine Nachrichtensperre dazu wurde erst jetzt aufgehoben.

An Bord befanden sich nach diesen Angaben versteckt unter Fischerausrüstung tonnenweise flüssige Glasfaserstoffe. In Verhören hätten die drei Schmuggler dem Geheimdienst gestanden, dass die Ladung für die Ezzedin-al-Qassam-Brigaden der radikalislamischen Hamas bestimmt gewesen sei. "Das flüssige Fiberglas dient zur Herstellung von Raketengehäusen und Granatwerfern", hieß es in der Mitteilung des Shin Bet. Die Hamas nahm zu den Berichten keine Stellung.

Laut Erkenntnis der israelischen Geheimdienste ist der Waffenschmuggel über See stark gestiegen, seit Ägypten Hunderte Tunnel zwischen dem Sinai und der Palästinenserenklave gesprengt hat. Die ägyptische Regierung wirft der Hamas vor, eng mit der islamistischen Muslimbruderschaft zusammenzuarbeiten, deren Regierung in Kairo im Sommer 2013 vom Militär gestürzt wurde. (APA, 12.2.2015)

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