Infineon will bald erste Früchte aus Rekord-Übernahme ernten

12. Februar 2015, 13:50
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Kauf eines US-Rivalen soll besseren Zugang zum US-Markt und nach Asien bringen

Der deutsche Chiphersteller Infineon will schon in diesem Jahr von der größten Übernahme seiner Firmengeschichte profitieren. Der Zukauf des US-Rivalen International Rectifier werde in absehbarer Zeit erste Früchte tragen und positiv zum Ergebnis des Geschäftsjahres beitragen, sagte Infineon-Chef Reinhard Ploss am Donnerstag bei der Hauptversammlung in München.

3 Mrd. Dollar

Die Übernahme stärke Infineon bei Produkten, Technologie, regionaler Präsenz und Kunden. "Damit erhält Infineon zusätzlichen Schwung." Infineon hatte die rund 3 Mrd. US-Dollar (2,65 Mrd. Euro) schwere Übernahme vor einem Monat unter Dach und Fach gebracht. Durch den Zukauf erhofft sich Deutschlands größter Halbleiter-Hersteller unter anderem einen besseren Zugang zum US-Markt und nach Asien.

Bis 2017 werde das US-Unternehmen mindestens auf das Umsatzrenditeziel von 15 Prozent getrimmt, das für Infineon insgesamt gelte, bekräftigte Ploss. Zuletzt hatte International Rectifier eine operative Marge von lediglich etwa sieben Prozent erwirtschaftet.

Umsatzzuwachs

Der Umsatz von Infineon, der im vergangenen Jahr auf 4,3 Mrd. Euro zulegte, soll im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 im bisherigen Geschäft um zwölf Prozent wachsen. Hinzu kommt das erst vor Kurzem konsolidierte Geschäft des für rund 3 Mrd. Dollar übernommenen US-Unternehmens. International Rectifier hatte im vergangenen Jahr 1,1 Mrd. Dollar erlöst. Eine Prognose für den neuen Gesamtkonzern kündigte Infineon für den 5. Mai an. Dann sollen auch die Halbjahreszahlen veröffentlicht werden. (APA/dpa, 12.2.2015)

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