Hrdlicka-Nachlass: Bund will Freigabe der Bildhauer-Ateliers

12. Februar 2015, 12:52
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Laut "News": "Sollen wieder einer jüngeren Künstlergeneration zur Verfügung gestellt werden" - Ministerium: "Momentan steht keine akute Räumungsklage zur Diskussion"

Wien - Der Bund dringt auf baldige Räumung von drei durch den Nachlass des 2009 verstorbenen Künstlers Alfred Hrdlicka blockierten Bildhauer-Ateliers der Republik Österreich im Prater, meldet das Magazin "News". Eigentlich erlöschten die Mietverträge mit dem Tod des Mieters, mit einer Fristenstreckung von vier Jahren sei man der Witwe bereits "sehr entgegengekommen", wird das Kulturministerium zitiert.

Im ehemaligen Hrdlicka-Atelier lagerten auf 223 Quadratmetern 40 bis 50 Gemälde, etwa 400 Zeichnungen, Bronzegüsse und einige monumentale Stein-Arbeiten, heißt es in dem Bericht. Das Ministerium wäre an einer Lösung dringend interessiert, die Bundesimmobiliengesellschaft habe Hilfe bei der Suche nach geeigneten Lagermöglichkeiten offeriert.

Eigentliche Widmung des Ateliers

Witwe Angelina Siegmeth-Hrdlicka habe aber bisher keinen Vorschlag akzeptieren wollen. "Die derzeitige Situation kann nicht weiterbestehen, da die drei von Siegmeth-Hrdlicka als Lager genutzten Ateliers ihrer eigentlichen Widmung zuzuführen sind. Die Räume sind als Arbeitsateliers für Bildhauer gewidmet und sollen auch wieder einer jüngeren Künstlergeneration zur Verfügung gestellt werden", heißt es laut "News" aus dem Ministerium.

Arbeit an Lösungen statt Klage

Es stehe momentan "keine akute Räumungsklage zur Diskussion, sondern es wird vielmehr an Lösungen gearbeitet", betonte man heute seitens des Kulturministeriums gegenüber der APA. "Seit geraumer Zeit werden mit der Witwe Gespräche geführt, was nach dem Ablauf des Mietvertrages für Möglichkeiten bestünden. Im Sinne einer einvernehmlichen Lösung wurden ihr bereits Varianten angeboten, die momentan gemeinsam diskutiert werden", heißt es aus dem Ministerium, wo man zudem auf die in den Ateliers herrschenden schlechten konservatorischen Bedingungen für Gemälde und Zeichnungen hinweist. (APA, 12.2.2015)

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