2014 fünf männliche Bären in Südtirol nachgewiesen

12. Februar 2015, 12:51
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Darunter waren die Tiere mit den Kennungen "MJ2G1", "MJ4", "M22", "M25" und Neuling "M28"

Innsbruck/Bozen - Im vergangenen Jahr sind in Südtirol fünf männliche Bären nachgewiesen worden. Unter anderem fand man acht Spuren, sechs Nachweise gelangen mit einer Fotofalle, zudem gab es zwei direkte Beobachtungen, berichtete das Landesamt für Jagd und Fischerei in Bozen. Die Bären tragen die Kennungen "MJ2G1", "MJ4", "M22", "M25" und "M28".

Umtriebig war jedenfalls "M25", der Anfang des Jahres ein Schaf in der Nähe eines Hofes in Söll bei Tramin gerissen hatte und danach mit einem Sender versehen worden war. Das zweijährige Männchen tappte nämlich am 12. Jänner in eine Rohrfalle. Nachdem das 125 Kilogramm schwere Tier mit einem GPS-Halsband ausgestattet worden war, wurde es wieder in die Freiheit entlassen und legte danach eine beachtliche Strecke zurück, so Martin Stadler vom Landesamt für Jagd und Fischerei.

Bienenstöcke geplündert

Nach einem Aufenthalt am Mendelkamm hatte "M25" die Provinz Südtirol verlassen und wanderte bis nach Bresimo in der Nachbarprovinz Trient. Seine weitere Route führte ihn in den Vinschgau, bis zum Eingang des Martelltales. Von dort aus überquerte er dann das Ultental und wanderte weiter bis nach Rumo. Mitte Mai hatte der Bär auch das Tiroler Grenzgebiet bei Nauders besucht, ehe er dann Anfang Sommer in der Schweiz beobachtet wurde. Von dort aus führte ihn seine Route weiter in die Provinz Lombardei, wo er sich auch zur Zeit aufhalte. Anhand der letzten Peilungen gingen die Experten davon aus, dass der Bär in der Nähe von Sondalo seine Winterruhe halte.

Eine Besonderheit stelle auch das Exemplar mit dem Kürzel "M28" dar, da das Tier das erste Mal genetisch bestätigt habe werden können. Der Bär wurde zudem im August in Fennberg vom dortigen Jagdaufseher fotografiert.

Insgesamt wurden 2014 neun Übergriffe von Bären auf Bienenstöcke oder Haustiere registriert. Die von den Tieren verursachten Schäden hielten sich laut dem Landesamt aber in Grenzen. Für die Vergütung seien insgesamt 9.405 Euro ausbezahlt worden. Hingegen beliefen sich die von Wölfen verursachten Schäden im Jahr 2014 auf 4.180 Euro. (APA, 12.2.2015)

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