Reemtsma-Entführer bei Klippensturz in Portugal gestorben

11. Februar 2015, 16:07
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Vorfall ereignete sich bereits vor einem Jahr - Erhebungen laufen noch

Hamburg - Einer der Entführer des Hamburger Millionenerben Jan Philipp Reemtsma ist vor einem Jahr an der Südküste Portugals bei einem Klippensturz ums Leben gekommen. Die Leiche des 72-jährigen Wolfgang Koszics sei im Februar 2014 an der Algarve entdeckt worden, sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Ermittlungen dazu würden noch laufen, hieß es.

Im März 1996 hatte eine vierköpfige Bande den Hamburger Millionenerben und Sozialwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma entführt. Nach 33 Tagen ließen die Täter Reemtsma für umgerechnet rund 15,3 Millionen Euro - das bis dahin höchste bekannte Lösegeld in Deutschland - unverletzt frei. Vom Großteil des Geldes fehlt bis heute jede Spur.

Koszics wurde Ende Mai 1996 in der spanischen Stadt Murcia festgenommen. 1997 verurteilte ihn das Hamburger Landgericht zu einer Haftstrafe von zehneinhalb Jahren. Im Oktober 2013 war als letzter der Verurteilten Thomas Drach nach mehr als 15 Jahren aus der Haft entlassen worden. (APA, 11.2.2015)

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