Hölle, Hölle, Hölle: Die zehn "ultimativen" Après-Ski-Hits

12. Februar 2015, 12:08
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Das Team von Skigebiete-Test.de hat - streng subjektiv - zehn Après-Ski-Hits ausgewählt, "die auf keiner Jagatee-Party fehlen dürfen", und stellt zudem die fünf "heißesten Newcomer" der Saison vor

Sie ist nicht nur geboren, um Liebe zu geben, sondern hauptsächlich, um die Stimmung zum Kochen zu bringen: Joana. Peter Wackel hat Roland Kaisers Song aus dem Jahr 1984 reanimiert und ihn zu dem Partykracher schlechthin gemacht. Seit 2006 wird man bei Glühwein, Sangria oder Festmass damit beschallt und auch das Team von Skigebiete-Test.de konnte sich dem nicht entziehen und wählte "Joana" auf Platz 1 der Hits, die auf keiner Après-Ski Party fehlen dürfen.

Während "Joana" überall geht, ist der Platz 2 dem Après-Ski so zu Eigen wie kein anderes Lied. Man könnte fast behaupten, dass Wolfgang Ambros 1976 mit dem Hit "Schifoan" die Après-Ski Party überhaupt erst erfunden hat. Kein Wunder also, dass nach wie vor keine Party zwischen dem Stubaital und Zell am See ohne die österreichische Wintersporthymne auskommt.

Donikkl, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Andreas Donauer heißt, bescherte der Welt im Jahr 2002 das mitreisende "Fliegerlied" und eroberte damit sämtliche Charts. Mittlerweile ist der Titel in verschiedensten Sprachen erschienen und so stimmen Feierwütige rund um den Globus in ihrer Version von "So a schöner Tag" ein - daher Platz 3.

"Das ist Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?" – Mit seiner bekanntesten Single hat Wolfang Petry sich bereits 1983 in den Olymp der Party-Liedermacher erhoben und ist seitdem nicht mehr von dort weg zu kriegen. Der Chorus ("Hölle Hölle Hölle") wurde dem Lied allerdings erst im Jahr 2000 hinzugefügt und vom Publikum so begeistert aufgenommen, dass seither keine Feier mehr ohne ihn auskommt.

Andrea Berg hat es 2007 mit "Du hast mich tausendmal belogen" auf Platz 2 der GEMA-Top-Ten internationaler Lieder geschafft und belegt bei im Ranking Platz 5 der beliebtesten Après-Ski Hits. Insgesamt hat die deutsche Schlagersängerin, die eigentlich Andrea Ferber heißt, seit 1992 mehr als 13 Millionen Tonträger verkauft.

Mit "Wenn nicht jetzt, wann dann?" haben die Höhner den Song zur Handball-WM 2007 geliefert. Aber auch nach dem Wintersportvergnügen stellt man sich diese Frage seitdem allabendlich. Mit "Viva Colonia" hat die Kölner Band auch gleich noch einen zweiten Partykracher zu bieten. Hier hat es allerdings nicht für eine Top 10 Platzierung gereicht.

Als es hörte, dass es den siebten Platz der besten Après-Ski Hits belegt, "da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt, und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt." Die Melodie des Hits wurde bereits 1959 von Marguerite Monnot komponiert und "Das rote Pferd" 2007 gesungen von Markus Becker mit einem Refrain von Kurt Tucholsky berühmt.

DJ Ötzis großer Durchbruch war zweifelsohne 1999 "Anton aus Tirol". Noch erfolgreicher war aber der ein Jahr später erschienene Hit "Hey Baby". Die Coverversion eines Songs von Bruce Channel aus dem Jahr 1961 ist bis heute DJ Ötzis größter Erfolg. Sogar in Großbritannien und Australien schaffte es"Hey Baby" auf Platz 1 der Charts. Damit war DJ Ötzi, der eigentlich Gerhard Friedle heißt, der erste Österreicher, der in UK eine Gold- und Platinauszeichnung erhalten hat.

1982 nehmen Nikolaus Kalita, alias Nickerbocker, und Sabine Kopera, alias Biene, gemeinsam "Hallo Klaus" auf und landen damit einen unglaublichen Hit. Über ein halbes Jahr lang hielt sich die Single in den deutschen Charts. Mittlerweile wurde er mehrfach gecovert und ist zwischen Ballermann und Ischgl von keiner Party wegzudenken. Bei den Kollegen von Skigebiete-Test.de belegt er Platz 9 im Ranking der beliebtesten Après-Ski Hits.

"I wü wieder ham ..." – Das möchte in der Après-Ski Bar zwar eigentlich keiner, trotzdem kann in Österreich und Bayern praktisch jeder den Hit "Fürstenfeld" der Austropop-Band S.T.S. mitsingen. Im Jahr 1984 hielt sich der Song von Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz 14 Wochen lang in den österreichischen Charts. Damit war "Fürstenfeld" verantwortlich für den großen Durchbruch des österreichischen Trios.

Die Newcomer des Jahres

Skigebiete-Test.de bleibt uns auch die Newcomer des Jahres nicht schuldig. Stark im Kommen, wie könnte es anders sein, Helene Fischer. Seit Anfang 2014 singt die Feiergemeinde auf Karnevals-, WM- und Bierzelt-Feiereien "atemlos durch die Nacht". Nachdem sich die deutsche Schlagerkünstlerin mit "Atemlos" den Titel des offiziellen Wiesn-Hits 2014 geholt hat, wird das Lied zweifelsohne auch einer der Après-Ski Hits 2014/2015 sein.

Nicht fehlen darf diesen Winter auch Andreas Bourani mit "Auf uns". Die erste Singleauskopplung aus dem Studioalbum "Hey" wurde bereits im Vorfeld der Fußball-WM zum offiziellen WM-Song auserkoren und anschließend nach dem Sieg der deutschen Mannschaft im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro gespielt. Auch im Winter wird man den Song noch oft zu hören bekommen.

Welcher Party-Barde darf in dieser Wintersaison außerdem nicht fehlen? Mickie Krause! Mit Songs wie "Zehn nackte Friseusen" oder "Schatzi schenk mir ein Foto" sicherte sich Krause einen Stammplatz im deutschsprachigen Feier-Olymp und kann auch in diesem Jahr wieder mit einem neuen Hit aufwarten. Mit "Geh mal Bier hol’n" wird er auch 2015 noch die Stimmung in der Skihütte anheizen.

Nicht ganz so bekannt aber ebenfalls schwer im Kommen soll aktuell der Song "Hey hey hey wo san de Weiber" von der Schorsch Kuchler Band sein. Beim Bayrischen Rundfunk-Online-Voting zum Wiesn-Hit 2014 belegte die oberbayerische Band damit den zweiten Platz. Zum ultimativen Après-Ski Hit 2014/2015 wird es bei den Newcomern vermutlich noch nicht reichen, heißt es, dennoch wird der Song in vielen Hütten zu hören sein.

Uschi und Burschi sind 2014/2015 "Oberkante, Unterlippe hackedudel dicht" und mit ihnen die ganze Partygemeinde. Die beiden Stoffpuppen sind mittlerweile sogar schon als Vorgruppe von Roger Cicero und den Prinzen aufgetreten und so darf "Oberkante, Unterlippe" auch in dieser Liste der Top-Newcomer nicht fehlen. In diesem Sinne: Ohren zu und durch. (red, derStandard.at, 11.2.2015)

  • Ohren zu und durch: Skigebiete-Test.de präsentiert die Hits, die der Après-Ski-Gemeinde 2015 nicht erspart bleiben werden.
    foto: apa/barbara gindl

    Ohren zu und durch: Skigebiete-Test.de präsentiert die Hits, die der Après-Ski-Gemeinde 2015 nicht erspart bleiben werden.

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